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Cathie Wood kauft Robinhood – Aktie explodiert

| Quelle: finanztreff | Lesedauer etwa 3 min. | Text vorlesen Stop Pause Fortsetzen

Der Börsengang des Wertpapier-Brokers Robinhood floppte in der vergangenen Woche in New York. Doch seit Dienstag ist der Wert gesucht. Nach einem Schlussstand am Montag bei 37,68 Dollar explodiert die Aktie an der Nasdaq am Mittwoch im frühen US-Handel zeitweise auf 85 Dollar - ein Kursplus von 125 Prozent in eineinhalb Tagen.

Offenbar hat Star-Investorin Cathie Wood ihre Position für den ARK Fintech Innovation ETF aufgestockt. Mittlerweile hat Robinhood ±0,000% in dem Milliarden-schweren Fonds bereits eine Gewichtung von fast ein Prozent. 

Der enttäuschende Börsengang am vergangenen Donnerstag tritt in den Hintergrund. Eine Ursache für die deutliche Erholung sind unter anderem wohl umfangreiche Aktienkäufe der Starinvestorin Cathie Wood für ihren börsengehandelten Flaggschiff-Fonds Ark Innovation, schreibt dpa-AFX. Auch Kleinanleger zeigten zuletzt ein starkes Interesse an Robinhood. Sowohl beim Internet-Forum StockWits als auch im Sub-Reddit-Forum WallStreetBets gehört Robinhood zu den meistdiskutierten Aktien. Befürchtungen werden laut, dass der Wert zu einer neuen GameStop -0,34% hochgepusht werden könnte - mit ebenso schnellen Kursabstürzen.

Beim Debüt an der Tech-Börse Nasdaq fielen Robinhood-Papiere ±0,000% noch um mehr als zehn Prozent auf 34 Dollar. Robinhood hatte sich zuvor bereits schwergetan, die Papiere wie erhofft bei Investoren loszuschlagen. Letztlich waren die Aktien zum Ausgabepreis von 38 Dollar in den Handel gegangen, eigentlich hatte Robinhood bis zu 42 Dollar angepeilt. Das Unternehmen hatte bei der Premiere allerdings auch auf eine ungewöhnliche Methode gesetzt.

Insgesamt startete Robinhood mit einer Gesamtbewertung von knapp 32 Milliarden Dollar an der Nasdaq, was angesichts der hohen Erwartungen schon eher mau war. Der Discount-Broker, der zuvor bei den Turbulenzen um heißgelaufene Aktien von US-Firmen wie GameStop -0,34% in die Schlagzeilen geraten war, hatte eigentlich eine Bewertung von rund 35 Milliarden Dollar angestrebt. Robinhood verzeichnete zuletzt zwar rasantes Wachstum, ist aber wegen seines Geschäftsmodells umstritten und hat einige rechtliche Baustellen, was die Aktien riskant macht.

Die 2013 gegründete Firma aus dem kalifornischen Menlo Park gilt mit ihrer einfach zu bedienenden App zum Handel mit Aktien, Optionen und Kryptowährungen als Wegbereiter einer jüngeren Generation von Anlegern am US-Finanzmarkt. Robinhood hat jedoch viele Kritiker. Der Broker nimmt keine Gebühren von Nutzern, sondern verdient an der Vermittlung ihrer Transaktionen. Darum ist Robinhood mit Vorwürfen konfrontiert, Kunden wie ein Glücksspielanbieter zu möglichst viel und auch riskantem Handel zu animieren. Das Unternehmen verteidigt sein Geschäftsmodell damit, den Finanzmarkt zu "demokratisieren".

Beim Börsengang reservierte Robinhood in einer ungewöhnlichen Aktion bis zu 35 Prozent seiner Aktien für eigene Nutzer. Damit ging die Fintech-Firma ein Risiko ein - das Debüt war dadurch unberechenbarer als normale Börsengänge, bei denen Investmentbanken versuchen, für einen geregelten Ablauf und stabile Kurse zu sorgen. (Mit Material von dpa-AFX)

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