DAX®15.459,39+2,22%TecDAX®3.411,32+1,67%Dow Jones 3034.168,09-0,38%Nasdaq 10014.172,76+0,17%
finanztreff.de

Ceconomy: Neuabstimmung und neue Flagship-Stores geplant

| Quelle: finanztreff | Lesedauer etwa 2 min. | Text vorlesen Stop Pause Fortsetzen

Der Elektronikkonzern Ceconomy mit den Ketten Media Markt und Saturn will in den kommenden Jahren europaweit bis zu 35 neue Flaggschiff-Märkte eröffnen. Dies kündigte der amtierende Ceconomy-Chef Karsten Wildberger in einem zum Wochenauftakt am Montag veröffentlichten Interview mit dem Handelsblatt an.

Das erste Geschäft im sogenannten Lighthouse-Format eröffnete 2020 in Mailand. Der zweite Markt starte noch in diesem Monat in Rotterdam, sagte Wildberger. "Grundsätzlich sind alle großen Städte für so ein Format geeignet." 2022 solle auch in Deutschland ein solcher Markt eröffnen. Ob er "Saturn" oder "Media Markt" heißt, sei noch nicht entschieden.

Erneute Abstimmung angekündigt 

Gleichzeitig  treibt der Elektronikkonzern den Plan, sich seine Tochter Media-Saturn komplett einzuverleiben, wieder voran. Nachdem das Vorhaben zuletzt wegen Aktionärsklagen ins Stocken geraten war, sollen die Anteilseigner im kommenden Jahr bei einer außerordentlichen Hauptversammlung erneut darüber abstimmen, wie das Unternehmen am Freitag in Düsseldorf mitteilte. Eigentlich sollten die Anteile der Beteiligungsgesellschaft Convergenta, der Familienholding des verstorbenen Media-Markt-Mitgründers Erich Kellerhals, bereits bis Ende des Sommers an Ceconomy gehen.

Die Transaktion sollte über eine Mischung aus neu zu begebenden Stammaktien und Wandelanleihen sowie einem begrenzten Betrag an Barmitteln finanziert werden. Streitpunkte in den Aktionärsklagen sind die geplanten Kapitalmaßnahmen, mit denen der Kauf der 21,62 Prozent finanziert werden soll, die die Familie Kellerhals über Convergenta hält. Im Gegenzug soll Convergenta mit bis zu 29,99 Prozent am Elektronikhändler beteiligt werden.

Dividende als Knackpunkt 

Die geplante Abstimmung bei dem außerordentlichen Aktionärstreffen stehe unter dem Vorbehalt, dass die ordentliche Hauptversammlung am 9. Februar 2022 eine Dividendenzahlung von rund 63 Millionen Euro beschließe. Mit der Ausschüttung werde der Anspruch auf Dividende von Inhabern von Vorzugsaktien für das am Geschäftsjahr 2020/21 und in Bezug auf sämtliche nachzuzahlende Ansprüche auf Vorzugsdividende erfüllt. Zudem soll damit eine Dividende von 17 Cent je Stammaktie geleistet werden, erklärte Ceconomy.

Darüber hinaus prüft Ceconomy die die Umwandlung der heutigen Vorzugsaktien in Stammaktien. Die Transaktion soll möglichst im laufenden Geschäftsjahr 2021/22 (30. September) abgeschlossen werden.

Das macht die Ceconomy-Aktie 

Zum Wochenauftakt notierte die Ceconomy-Stammaktie +3,45% am Montagnachmittag rund ein Prozent schwächer bei 4,19 Euro. Aus charttechnischer Sicht notieren die Papiere damit weiter knapp unter der 200-Tage-Linie, die als Indikator für den langfristigen Trend einer Aktie gilt und derzeit bei 4,43 Euro verläuft. Erst mit einem nachhaltigen Sprung über diese Marke dürfte sich die jüngste Aufwärtsbewegung weiter fortsetzen.

Sechs-Monats-Chart Ceconomy-Stammaktie (in Euro)
Mit Material von dpa-AFX.
Schlagworte:
, , , ,
Werbung

Das könnte Sie auch interessieren

News-Suche

Suchbegriff:

Aktuelle Videos

HSBC Trading TV

Werbung

Trading-Tipp

Börsen & Märkte

US-Marktüberblick

zur Mediathek
Werbung

Werbung
Diese Seite empfehlenschliessen
Interessant, oder?
Teilen Sie diese Seite auf Facebook oder Twitter
Wenn Sie auf die Teilen-Buttons klicken und sich bei den Betreibern einloggen, werden Daten an den jeweiligen Betreiber übermittelt. Bitte beachten Sie die Datenschutzerklärung.
Aktuelle Umfrageschliessen
Das Homeoffice soll bleiben: Das wünschen sich laut einer Studie die Mehrheit der Beschäftigten in den Vereinigten Staaten. Sollte Ihrer Meinung nach, die Option von Zuhause aus arbeiten zu können, Normalität sein?
Jetzt abstimmen!
Alle Umfragen ansehen