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Ceconomy: Rote Zahlen

| Quelle: finanztreff | Lesedauer etwa 3 min. | Text vorlesen Stop Pause Fortsetzen

Die Ladenschließungen haben Ceconomy einen Verlust und Umsatzeinbrüche eingebrockt. Analysten senken den Daumen – doch es lassen sich aus den vorläufigen Zahlen auch positive Erkenntnisse ziehen.

Verluste und Umsatzeinbrüche

Das EBIT dürfte in den Monaten Januar bis März bei minus 131 Millionen Euro liegen, teilte die Muttergesellschaft der Ketten Mediamarkt und Saturn mit. Im Vorjahr hatte Ceconomy einen Gewinn von 26 Millionen Euro erzielt.

Den Umsatz erwartet Ceconomy um rund 6,6 Prozent niedriger als im Vorjahresquartal. Der Rückgang sei dabei allein auf die Schließungen zurückzuführen, erklärte die Geschäftsführung. In den ersten zwei Monaten des Quartals seien die Erlöse aus eigener Kraft noch um 3,7 Prozent gestiegen.

Stark entwickelte sich dagegen das Onlinegeschäft: Der Umsatz dort kletterte um rund 24 Prozent im Vergleich zum Vorjahr, damit erreichte der Anteil aus dem E-Commerce nun knapp 19 Prozent des Konzernumsatzes. Im März seien die reinen Online-Verkäufe sogar um 98 Prozent angesprungen.

Kostensenkungen wirken bereits positiv

Positiv wirkten Ceconomy zufolge erste Einsparungen. Erst im April ergebniswirksam wird jedoch die eingeleitete Kurzarbeit in Deutschland und Österreich. In Deutschland hat Ceconomy für 20 000 Mitarbeiter Kurzarbeit in Anspruch genommen.

Beratungskosten sowie Marketing-Aufwendungen im stationären Geschäft habe Ceconomy gesenkt, Investitionen in die Modernisierung von Märkten und die Expansion gestoppt. Die Mietzahlungen für April seien für alle derzeit geschlossenen Märkte präventiv ausgesetzt worden.

Ladenschließung setzen Mediamarkt-Mutter zu

Wie viele Händler auch musste Ceconomy im Zuge der Coronavirus-Krise auf Anordnung der Regierungen europaweit eine Vielzahl von Läden schließen. Ceconomy hatte daher bereits Mitte März seine Ziele für das laufende Geschäftsjahr wegen wegbrechender Geschäfte kassiert. Bis zum 16. April waren den Angaben zufolge insgesamt 881 von 1.025 Märkten vorübergehend dicht. Erste Wiedereröffnungen plant Ceconomy für den 2. Mai in Österreich.

Das sagen die Analysten zu den vorläufigen Zahlen

Die Baader Bank hat die Einstufung für Ceconomy -0,64% nach Eckdaten zum ersten Geschäftshalbjahr auf "Reduce" mit einem Kursziel von 2 Euro belassen. Die Kennziffern seien massiv von der Corona-Krise belastet worden, schrieb Analyst Volker Bosse am Montag.

Erschwerend hinzu kam, dass der Commerzbank-Analyst Jürgen Elfers seinen Daumen senkte und die Papiere nun mit "Reduce" negativ einstuft. Er sieht deutliche Wertminderungsrisiken und halbierte sein Kursziel mit 1,75 Euro nahezu. Auch sein Goldman-Sachs-Kollege Tushar Jain stampfte seine Schätzungen angesichts geschlossener Läden und einer wohl schwächeren Erholung als bislang gedacht deutlich ein. Er hob allerdings beruhigend hervor, dass der Konzern finanziell gut gerüstet sei, die Krise zu meistern.

Das macht die Aktie von Ceconomy

Die Ceconomy-Aktie -0,64% steigt vorbörslich auf Tradegate um über acht Prozent ausgehend vom Xetra-Schluss auf 2,31 Euro. Der Erholungsversuch nach dem Corona-Crash kann jedoch nicht fortgeführt werden – imfrühen Handel geht es für die Aktie wieder bergab. Zuletzt sind die SDAX-Papiere um bis zu 5,6 Prozent knapp unter die Marke von 2 Euro gerutscht.

Trotz der Zugewinne der vergangenen Wochen hat die Ceconomy-Aktie jedoch seit Ausbruch der Krise am 24. Februar einen Wertverlust von über 50 Prozent zu verkraften.

Mit Material von dpaAFX.
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