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Chipmangel und IAA: BMW, Daimler und VW im Fokus

| Quelle: finanztreff | Lesedauer etwa 3 min. | Text vorlesen Stop Pause Fortsetzen

Zum Wochenauftakt könnten die großen deutschen Automobilwerte Daimler, BMW und Volkswagen im Anlegerfokus stehen. Die Internationale Automobilausstellung IAA startet an diesem Montag am neuen Standort München mit einem neuen Konzept als Verkehrsmesse IAA Mobility. Des Weiteren hält die globale Chipknappheit die Branche weiterhin in Atem.

Ab Dienstag werden dann die Autobauer ihre neue Modelle vor allem aus dem Elektrobereich präsentieren. Ein großes Thema auf der Messe werden aber auch die weiterhin trüben Aussichten der Autobranche mit Blick auf den aktuellen Chipmangel der Branche sein. Die Unternehmensberatung PwC beurteilt die Produktions- und Absatzpläne der Autoindustrie angesichts der Halbleiterkrise mit großer Skepsis. PwC-Experte Tanjeff Schadt rechnet kurzfristig nicht mit einer Erholung der Versorgung mit Halbleitern.

Lockdown löst Mangel aus 

Als die Autoindustrie während der Corona-Lockdowns 2020 Bestellungen kürzte und 2021 schnell wieder erhöhte, kam es zu einem erheblichen Mangel. Zudem brannte im März eine wichtige Chipfabrik in Japan. Die Autoproduktion wurde so weltweit ausgebremst. Inzwischen sehen viele Manager die Knappheit auch grundsätzlich als strukturelles Problem.

Deutliche Verbesserung erst ab 2023 erwartet 

Daimler-Vorstandschef Ola Källenius erwartet etwas Entspannung, aber vorerst noch kein Ende der Halbleiter-Krise. Die jüngsten Corona-Lockdowns in Malaysia hätten Mercedes-Benz im laufenden Quartal getroffen, und "die Situation ist volatil", sagte er am Sonntagabend in München. Er hoffe, dass es im vierten Quartal besser werde. Aber die Nachfrage nach Halbleitern werde auch nächstes Jahr höher sein als die globale Produktionskapazität. Erst 2023 dürfte es merklich besser sein.

Klasse statt Masse 

BMW hatte Mercedes bei den Absatzzahlen im ersten Halbjahr überholt und will 2030 schon drei Millionen Autos verkaufen, ebenso wie Audi. Källenius sagte, für ihn sei Gewinn wichtiger als Volumen. Mercedes wolle mit guter Technik und Ästhetik Autos zu "Premiumpreisen" verkaufen und nicht "unten rumjagen". Auch beim autonomen Fahren überlasse man das Robotaxi gerne den Volumenherstellern.

Vorstellung neuer E-Prototypen

VW stellte zum IAA-Start und vor dem Verkauf des vollelektrischen Busses ID.Buzz im kommenden Jahr eine autonome Prototypen-Version des Fahrzeugs fertig. Zunächst wird die Technologie mit fünf Exemplaren getestet, ehe ab 2025 dann ein Serienbetrieb möglich sein soll.

Das machen die Aktien von BMW, Daimler und VW

Zum Wochenauftakt der neuen Handelswoche zogen die Papiere der drei großen deutschen Autobauer spürbar an: Während die BMW-Vorzugsaktie +0,54% um 0,7 Prozent auf 68,60 Euro anzog, verteuerten sich die Daimler-Papiere +0,12% um 0,6 Prozent auf 70,61 Euro. Gleichzeitig legten die VW-Vorzüge -1,31% um 0,9 Prozent auf 203,70 Euro zu. 

Sechs-Monats-Chart Daimler (in Euro)
Mit Material von dpa-AFX.
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