DAX®15.669,29+1,00%TecDAX®3.668,39+0,54%S&P 500 I4.410,93+0,99%Nasdaq 10015.111,79+1,15%
finanztreff.de

Coinbase: Das muss besser werden, sonst sieht es düster aus

| Quelle: DER AKTIONÄR | Lesedauer etwa 2 min. | Text vorlesen Stop Pause Fortsetzen

Fast zwei Monate nach dem Börsengang per Direct Listing hat die Coinbase-Aktie ihre erste Verkaufsempfehlung von einem Analysten kassiert. Patrick O’Shaughnessy von der US-Investmentbank Raymond James stört sich dabei vor allem an einem Punkt.

Dem operativen Geschäft des Kryptobörsen-Betreibers könnte wegen künftigem Druck auf die Gebühreneinnahmen heftiger Gegenwind drohen, warnt der Experte in einer Studie vom Dienstag. Den Großteil der Umsätze habe Coinbase den Handelsgebühren zu verdanken, die Privatanleger beim Krypto-Kauf über die beliebte Handelsplattform bezahlen müssen.

Kein Burggraben, keine Einnahmen

Die Vergangenheit habe aber gezeigt, dass solche Gebühreneinnahmen gerne und schnell dem Konkurrenzdruck zum Opfer fallen können – es sei denn, sie sind durch eine strukturelle Markteintrittsbarriere geschützt. Was der Analyst damit meint, bezeichnet Investment-Legende Warren Buffett gerne als Burggraben – und der fehle Coinbase mit dem aktuellen Geschäftsmodell nahezu komplett.

Er erwartet daher im Laufe der Zeit signifikanten Druck auf die Einnahmen. Dass der US-Discount-Broker Robinhood derzeit explizit mit dem gebührenfreien Kryptohandel auf seiner Plattform wirbt, zeigt bereits, was in naher Zukunft drohen könnte.

Aus diesem Grund bewertet O’Shaughnessy das Risikoprofil des Krypto-Unternehmens als unattraktiv und hat als erster Wall-Street-Analyst ein „Underperform“-Rating für die Aktie ausgesprochen. Auf ein konkretes Kursziel verzichtet er zwar, die Nachrichtenagentur Bloomberg zitiert aber einen fairen Wert von 95 Dollar aus seiner Studie. Ausgehend vom aktuellen Kursniveau entspricht das 57 Prozent Rückschlagpotenzial.

Ein breiteres Fundament muss her

DER AKTIONÄR wertet die große Abhängigkeit vom Privatkundengeschäft ebenfalls kritisch, sieht aber auch einen Ausweg: Durch den hohen Bekanntheitsgrad – nicht zuletzt durch den Börsengang – sollte Coinbase auch bei institutionellen Investoren punkten können. Zudem können Zusatzangebote wie Verwahr- und Treuhand-Dienste sowie Beratung und Research das Geschäftsmodell diversifizieren. Die Übernahme der Datenplattform Skew geht bereits in die richtige Richtung.

Nikolas Kessler

Hier zum vollständigen Artikel
Werbung

Das könnte Sie auch interessieren

News-Suche

Suchbegriff:

Aktuelle Videos

HSBC Trading TV

Werbung

Trading-Tipp

Börsen & Märkte

US-Marktüberblick

zur Mediathek
Werbung

Werbung
Diese Seite empfehlenschliessen
Interessant, oder?
Teilen Sie diese Seite auf Facebook oder Twitter
Wenn Sie auf die Teilen-Buttons klicken und sich bei den Betreibern einloggen, werden Daten an den jeweiligen Betreiber übermittelt. Bitte beachten Sie die Datenschutzerklärung.
Aktuelle Umfrageschliessen
Wie, glauben Sie, wird der DAX am Ende dieser Woche - KW 30 - stehen?
Jetzt abstimmen!
Alle Umfragen ansehen