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Commerzbank: Analysten sehen aktuell kaum Potenzial

| Quelle: finanztreff | Lesedauer etwa 2 min. | Text vorlesen Stop Pause Fortsetzen

Nachdem die Commerzbank 2020 rote Zahlen geschrieben hat, erwarten Anleger rasche Entscheidungen. Angesichts drohender Kreditausfälle und Rückstellungen für den Stellenabbau dürften jedoch erst 2022 wieder Gewinne möglich sein.

Bei der Commerzbank wird schon seit Monaten um eine Verschärfung des Sparkurses gerungen. Inzwischen steht fest, dass rund 200 Geschäftsstellen, die wegen der Corona-Pandemie geschlossen waren, gar nicht wieder öffnen. Damit macht die Bank jede fünfte ihrer Filialen dicht – und das könnte erst der Anfang sein.

Im Sommer lagen Pläne auf dem Tisch, wonach von zuvor 1.000 Commerzbank-Filialen gerade einmal 200 übrigbleiben, in denen Kunden sich beraten lassen können. Von den zuletzt knapp 40.000 Vollzeitjobs bei der Bank könnte jeder vierte wegfallen.

Nicht nur die Konzernführung und die Beschäftigten, auch die meisten Analysten befinden sich in Sachen Commerzbank in Wartestellung. Von den 27 Branchenexperten raten 15 dazu, die Aktie zu halten. Fünf Analysten empfehlen den Kauf, sieben den Verkauf des Papiers. Im Schnitt schreiben sie der Aktie ein Kursziel von 5,18 Euro zu und liegen damit unter dem jüngsten Kursniveau.

Martina Matouskova vom Analysehaus Jefferies behält die Entwicklung bei der Bank auch wegen drohender Kreditausfälle durch die Corona-Krise im Auge. Zum Lackmustest für das Geldhaus werde das erste Halbjahr 2021, schrieb sie im November. Dann werde sich zeigen, wie hoch die Zahl der Insolvenzen in Deutschland sei, und es dürfte mehr Klarheit rund um weitere Einsparungen bei dem Kreditinstitut geben. Auch sie rät daher zum Halten der Aktie.

Von der Commerzbank selbst befragte Analysten gehen im Schnitt davon aus, dass das Geldhaus erst im Jahr 2022 wieder mit rund 730 Millionen Euro in die Gewinnzone zurückkehrt. Ein Jahr später soll der Überschuss auf rund 1,2 Milliarden Euro klettern. Doch dies dürfte davon abhängen, wie gründlich Knof die Commerzbank umbaut und wie stark er die Kosten senken kann.

Das macht die Aktie der Commerzbank

Die Commerzbank-Aktie gehört auf längere Sicht zu den größten Verlierern unter den deutschen Standardtiteln. Auch im Corona-Jahr 2020 ging es für den Kurs zeitweise steil nach unten - von 6,83 Euro im Februar bis auf gut 2,80 Euro Mitte März. Zum Jahresschluss lag er mit 5,266 Euro noch 4,5 Prozent niedriger als Ende 2019.

Mit Material von dpaAFX.
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