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Commerzbank: Das dürfte Aktionären nicht gefallen

| Quelle: finanztreff | Lesedauer etwa 2 min. | Text vorlesen Stop Pause Fortsetzen

Der Commerzbank-Vorstand spricht von einer „komfortablen Liquiditätsposition“ – dennoch wurde die Dividende gestrichen und Goldman Sachs hat das Kursziel der Commerzbank-Aktie kräftig gesenkt.

Die Commerzbank streicht angesichts der wirtschaftlichen Unsicherheiten infolge der Coronavirus-Pandemie die Dividende für das Geschäftsjahr 2019. Der Vorstand werde der diesjährigen Hauptversammlung keine Gewinnausschüttung vorschlagen. Zudem soll das Aktionärstreffen als Online-Veranstaltung ausgerichtet werden.

Geplant war bisher, dass die seit Jahren gebeutelten Aktionäre des seit der Finanzkrise teilverstaatlichten Instituts für 2019 zumindest wieder eine Mini-Dividende von 15 Cent je Anteilsschein bekommen. "Für das laufende Geschäftsjahr 2020 wird der Vorstand solange keine Dividendenzahlung vorsehen, bis die Unsicherheiten durch Covid-19 beendet sind", teilte die Bank bereits am Montag mit. "Danach wird er darüber gegebenenfalls neu entscheiden."

Die EZB und die Bafin hatten die Banken aufgefordert, vorerst auf die Ausschüttung von Gewinnen zu verzichten. Größter Anteilseigner der Commerzbank ist seit der Rettung mit Steuermilliarden in der Finanzkrise 2008/2009 der deutsche Staat.

"Wir verfügen über starke Kapitalpuffer und eine komfortable Liquiditätsposition, die über allen regulatorischen Anforderungen liegen", bekräftigte Commerzbank-Chef Martin Zielke. "Dennoch ist es angesichts der Unsicherheiten wegen der Coronavirus-Pandemie sinnvoll, der Empfehlung der EZB zu folgen und vorerst auf Dividendenzahlungen zu verzichten."

Die diesjährige Hauptversammlung plant die Commerzbank als präsenzlose Online-Veranstaltung. "Wir prüfen nun alle Optionen für eine technisch, rechtlich und organisatorisch zuverlässige Durchführung unseres Aktionärstreffens", erklärte Zielke. "Davon wird abhängen, ob die Hauptversammlung zum ursprünglich vorgesehenen Termin am 7. Mai oder zu einem späteren Zeitpunkt stattfindet."

Das sagen die Analysten zur Commerzbank-Aktie

Goldman Sachs hat das Kursziel für die Aktie der Commerzbank +7,05% von 7,00 auf 5,20 Euro gesenkt. Den plötzlichen globalen Stillstand reflektierend, hat die US-Investmentbank die Überschuss-Schätzungen für europäische Banken um weitere 120 Milliarden Euro bis 2023 gekürzt. Liquidität sei nun ein entscheidendes Kriterium, um eine Erholung auf Unternehmensseite zu unterstützen.

Das macht die Commerzbank-Aktie

Während die Commerzbank-Aktie mit einem Minus von knapp 6 Prozent in die neue Woche startete, kann das Papier trotz der Goldman Studie sich heute im Plus halten. Vorbörslich notiert die Commerzbank mit 0,15 Prozent leicht stärker auf 3,39 Euro.

Mit Material von dpaAFX.
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