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Commerzbank: Der Trend zeigt nach unten

| Quelle: finanztreff | Lesedauer etwa 2 min. | Text vorlesen Stop Pause Fortsetzen

Bei der Commerzbank ist mächtig Dampf im Kessel: Das schwierige Umfeld und der anhaltende Spardruck sorgen für Unruhe bei Investoren und Unzufriedenheit in der Belegschaft – und das ausgerechnet mitten in der Corona-Krise. Kein Wunder, dass die Aktie wieder dem langfristigen Trend folgt.

Nach dpa-Informationen wollten Commerzbank-Chef Martin Zielke und Finanzchefin Bettina Orlopp die neuen Sparziele am Mittwoch dem Aufsichtsrat vorstellen. Doch daraus wird erst einmal nichts. Das Treffen wurde abgesagt. Einen neuen Termin gibt es wohl noch nicht.

Medienberichten zufolge beanstandeten die Arbeitnehmervertreter in dem Kontrollgremium, dass das Management dem Aufsichtsrat wichtige Unterlagen nicht vorgelegt habe. Zugleich habe man mitbekommen, dass Cerberus und der Bund als Großaktionäre in die Überarbeitung der Strategie eingebunden worden seien, hieß es. Daher sei die Verlegung der Sitzung beantragt worden.

Zielke und Orlopp hatten nach einem Gewinneinbruch im vergangenen Jahr in diesem Februar angekündigt, den Sparkurs noch einmal zu forcieren. Laut Bloomberg könnte Abbau von Stellen und die Schließung von Zweigstellen deutlich höher ausfallen als bislang angekündigt. So könnten bis zu 7000 Stellen gestrichen und rund 400 Filialen geschlossen werden. Die geplante Senkung der Kosten um rund 600 Millionen Euro bis 2023 sollte dadurch doppelt oder dreimal so hoch ausfallen wie vom Management vorgesehen.

Die meisten Experten sind wie Cerberus mit der Entwicklung der Bank und den Zielen Zielkes unzufrieden. Viele Beobachter trauen dem Manager nicht zu, eine harte Sanierung durchzusetzen. So hatte er im September 2016 angekündigt, die Zahl der Vollzeitstellen um 7300 auf rund 36 000 zu reduzieren, und musste dann im Laufe der Jahre zurückrudern.

Das macht die Aktie der Commerzbank

Aufgrund hausgemachter Probleme sowie dem Dauertief bei den Zinsen ist die Commerzbank-Aktie +0,86% seit Jahren unter Druck. Den Anfang der selbst bereiteten Schwierigkeiten machte 2005 die Übernahme der Eurohypo. Es folgte der Kauf der Dresdner Bank Ende August 2008 – also kurz vor der Finanz- und Wirtschaftskrise. Wegen großer Löcher in der Bilanz musste der Staat die Commerzbank retten. Seitdem geht es mit dem Aktienkurs stetig nach unten.

Wegen der immensen Verluste hatte die Bank im September 2018 den Platz im DAX räumen müssen. 2020 folgte ein neues Rekordtief aufgrund der Corona-Krise. Und selbst nach der kurzen Erholung stehen nun die Vorzeichen wieder auf Kursverlust. Der langfristige Abwärtstrend lässt sich scheinbar nicht durchbrechen.

Mit Material von dpaAFX.
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