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Commerzbank: Eine massive Herausforderung inmitten der Krise

| Quelle: finanztreff | Lesedauer etwa 2 min. | Text vorlesen Stop Pause Fortsetzen

Der neue Commerzbank-Chef Manfred Knof wird liefern müssen, was Ex-CEO Martin Zielke und seinem Team nicht gelang. Dabei geht es darum, die Gewinne der Bank zu steigern und die Rendite auf das Eigenkapital stärker zu erhöhen.

Zielke hatte für das Jahr 2023 eine Rendite von mehr als vier Prozent angepeilt – oder mehr als fünf Prozent, falls die Rahmenbedingungen gut sind. Doch ein gutes Umfeld ist nicht in Sicht. Experten rechnen infolge der Corona-Krise noch über Jahre hinweg mit Nullzinsen.

Der ebenfalls neue Aufsichtsratschef Hans-Jörg Vetter hat bereits Stichpunkte geliefert. "Es geht darum, Erträge zu steigern, Kosten zu senken und den Status-Quo zu hinterfragen", sagte er in einem Interview im Intranet der Bank. "Es gibt noch viele althergebrachte Strukturen, die den heutigen Anforderungen und der Größe der Bank nicht mehr angemessen sind."

So nehmen die Umwälzungen im Bankgeschäft auch infolge der Corona-Krise zu. Zwar hatte Zielke auf den verstärkten Trend zum Online-Banking reagiert und schon 2019 die Integration der Online-Tochter Comdirect eingeleitet. Gleiches gilt für die Verkleinerung des Filialnetzes. Auch über den Abbau mehrerer tausend weiterer Arbeitsplätze wurde Medienberichten zufolge längst intern beraten.

Zudem hat die Commerzbank die rund 200 Filialen, die sie eigentlich erst im Jahr 2023 schließen wollte, schon jetzt endgültig dichtgemacht. Doch das könnte noch nicht das Ende sein. Laut Medienberichten wurde intern längst darüber gesprochen, ob die Commerzbank vielleicht auf weitere 200 Filialen verzichten könnte. Beschlossen ist jedoch noch nichts.

Hinzu kommt, dass der Commerzbank wichtige Einnahmen fehlen, die Zielke bei seinem Strategieprogramm eingeplant hatte. So sollte die Commerzbank eigentlich ihre polnische Tochter mBank +10,32% verkaufen, um das nötige Geld für ihre teure Umstrukturierung zusammenzubekommen. Doch im Mai musste die den Verkauf der mBank abblasen – mangels Interessenten.

Das macht die Aktie der Commerzbank

Viele Analysten wertete Knofs Berufung an die Commerzbank-Spitze positiv, beklagten jedoch, dass er erst zum neuen Jahr Antritt. In jedem Fall gibt es viel zu tun: Die Commerzbank-Aktie +0,99% gehört auch im Corona-Jahr zu den klaren Verlierern unter den deutschen Standardtiteln. Zuletzt wurde die Commerzbank-Aktie zu 4,731 Euro gehandelt und damit gut 14 Prozent niedriger als zum Jahreswechsel. Das Papier der Deutschen Bank hat hingegen um rund 14 Prozent zugelegt.

Mit Material von dpaAFX.
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