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Commerzbank: Hier ist noch Potenzial vorhanden

| Quelle: finanztreff | Lesedauer etwa 2 min. | Text vorlesen Stop Pause Fortsetzen

Die Commerzbank verfolgt aktuell einen drastischen Sparplan – die Kosten sollen um etwa eine Milliarde Euro gesenkt werden. Doch laut einem Bericht besteht noch mehr Sparpotenzial.

Die seit der Finanzkrise teilverstaatlichte Bank hatte bereits im Februar angekündigt, den Sparkurs zu verschärfen. Allerdings hatte die Commerzbank damals noch keinen konkreten Betrag genannt. Das neue Sparziel soll spätestens bei der Präsentation der Halbjahreszahlen im August vorgestellt werden.

Laut einem Bericht der Beratungsgesellschaft Bain & Company kommt das Institut bei der Suche nach weiteren Sparmöglichkeiten gut voran und hat ein zusätzliches Einsparpotenzial von 350 Millionen Euro ausfindig gemacht. Demnach kann die Bank ihre Ausgaben gerade im Immobilienbereich reduzieren, etwa bei Mieten. Insgesamt sollen die Kosten zusätzlich um weitere 500 Millionen Euro gesenkt werden.

Die Bank hatte erst im September ihre Strategie vorgestellt, wie sie dauerhaft profitabel werden will. Dabei bezifferte sie das Sparvolumen unter anderem durch den Abbau von 2.300 Stellen auf eine Milliarde Euro brutto. Die Rendite soll so bis 2023 auf mehr als vier Prozent gesteigert werden. Das Ziel galt als wenig ambitioniert und auch die EZB-Aufsicht hatte angemahnt, die Ausgaben stärker zu reduzieren.

An der Dividende wird ebenfalls gespart

Wie die Konzernmutter Commerzbank wird auch die Tochter Comdirect für das abgelaufene Jahr keine Dividendenzahlung vorschlagen. Die Bank folge damit der Empfehlung der EZB, bis mindestens zum 1. Oktober 2020 keine Dividenden zu zahlen.

Die Commerzbank war dem Vorschlag der EZB bereits vor zwei Tagen gefolgt. Die Commerzbank besitzt nach jüngsten Angaben über 90 Prozent der Anteile an der Comdirect und will die restlichen Aktionäre über einen sogenannten Squeeze-Out aus dem Unternehmen drängen.

Das macht die Aktie der Commerzbank

Bank-Aktien haben in der Corona-Krise einen schweren Stand. Denn viele Analysten rechnen für das zweite und dritte Quartal mit einer tiefen Rezession. Zudem belastet die Aussicht auf wegfallende Dividenden und Aktienrückkäufe ebenso die Stimmung wie Sorgen vor Kreditausfällen. Immerhin ist die Branche bereits schwer belastet durch die jahrelange Niedrigzinsphase.

Die Commerzbank-Aktie +5,70% hat seit Jahresbeginn rund 47 Prozent ihres Wertes eingebüßt und hat sich in den vergangenen Tagen nur schwer stabilisieren können. Die ursprüngliche Unterstützung bei 5,00 Euro scheint aktuell unerreichbar. Viel eher dürften dem aktuellen Trend zufolge die Tiefs bei 2,80 noch einmal getestet werden.

Mit Material von dpaAFX.
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