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Commerzbank: Keine Lösung in Sicht

| Quelle: finanztreff | Lesedauer etwa 2 min. | Text vorlesen Stop Pause Fortsetzen

Nach dem Doppelrücktritt bei der Commerzbank ist keine schnelle Neubesetzung von Aufsichtsrats- und Vorstandschef in Sicht. Selbst nach mehrstündigen Beratungen am Mittwoch blieb weiterhin unklar, wer den Umbau vorantreiben soll.

Der Großaktionär Cerberus, dessen Kritik ausschlaggebend für den Doppelrücktritt war, hatte am Montag vor Schnellschüssen bei der Neubesetzung der Konzernspitze gewarnt und ein geordnetes Nachfolgeverfahren gefordert. "Zuerst muss ein neuer Aufsichtsratsvorsitzender gefunden werden, gefolgt von einem formellen, vom Aufsichtsrat geführten Prozess, um einen Nachfolger für den Vorstandsvorsitzenden zu bestimmen", hieß es vom US-Fonds.

Aufsichtsratsmitglied Stefan Wittmann hatte vor der Sondersitzung am Mittwoch dem Deutschlandfunk gesagt: "Ich glaube nicht, dass wir uns inhaltlich mit der Strategie beschäftigen können."

Aussichtsreiche Kandidaten mit unangenehmer Aufgabe

Als aussichtsreiche interne Kandidaten für den Posten des Chief Executive Officer (CEO) gelten der seit Januar als Firmenkundenvorstand tätige Roland Boekhout, ehemals Chef der Direktbank ING +1,39%-Diba (heute ING Deutschland). Außerdem Finanzvorständin Bettina Orlopp. Aber auch externe Kandidaten könnte der Aufsichtsrat in Erwägung ziehen.

Zielke hatte eingeräumt, dass die im Herbst beschlossenen Maßnahmen nicht durchschlagend genug waren, um die Bank im Zinstief profitabler zu machen. Er wolle den Weg für einen Neuanfang freimachen: Nötig sei ein tiefgreifender Umbau und dafür ein neuer Vorstandschef.

Wer immer Zielke beerbt, wird schmerzhafte Einschnitte vorantreiben müssen. Auf dem Tisch liegen dem Vernehmen nach Pläne zu einer drastischen Verschärfung des im Herbst vorgelegten Sparkurses. Die Zahl der zuletzt knapp 40.000 Vollzeitstellen könnte demnach um bis zu ein Viertel gekappt werden. Das Filialnetz soll erheblich verkleinert werden. Aber auch das Auslandsgeschäft soll eingedampft werden.

Das macht die Aktie der Commerzbank

Die Sorge, dass sich das Machtvakuum auf den Aktienkurs der Commerzbank auswirken könnte, scheint angesichts der Kursgewinne der vergangenen Tage unbegründet. Zwar ist die Instabilität in der wichtigen Umbauphase negativ zu bewerten – aber der Doppelrücktritt gibt auch die Möglichkeit die Restrukturierung umfangreicher voranzutreiben als zuvor. Und eben diese zögerlichen Umbaumaßnahmen waren den Großaktionären ein Dorn im Auge. Zuletzt notierte die Commerzbank-Aktie mit einem Minus von 0,5 Prozent bei 4,57 Euro.

Mit Material von dpaAFX.
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