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Commerzbank: Keine Strategie, gesenkte Prognose – doch die Aktie steigt!

| Quelle: finanztreff | Lesedauer etwa 2 min. | Text vorlesen Stop Pause Fortsetzen

Die Führungskrise wird angepackt – doch eine neue Strategie steht immer noch nicht. Diese wollte die Commerzbank eigentlich am Mittwoch mit den Quartalszahlen vorstellen. Stattdessen gab es eine Absenkung der Jahresprognose.

Kurz nach der Wahl eines neuen Aufsichtsratschefs hat die Commerzbank am Mittwoch Zahlen für das zweite Quartal vorgelegt. Erst am Montag hatte sich das Geldhaus ein Stück weit aus der Führungskrise befreit, die mit den Rücktrittsankündigungen von Konzernchef Martin Zielke und Chefaufseher Stefan Schmittmann Anfang Juli entstanden war: Der frühere Chef der Landesbank Baden-Württemberg, Hans-Jörg Vetter, wurde zum neuen Aufsichtsratschef gewählt und löst Schmittmann ab.

Im Tagesgeschäft bekam die Commerzbank jedoch viel Gegenwind zu spüren. Im zweiten Quartal wurde aufgrund deutlich höherer Belastungen aus dem Risikoergebnis nur ein operativer Gewinn von 205 Millionen Euro erzielt. Analysten hatten hier nur mit 151 Millionen Euro gerechnet. Die bereinigten Erträge sind auf 2,3 Milliarden Euro gestiegen – im Vorjahresquartal waren es nur 2,1 Milliarden Euro.

Verlust erwartet

Die Commerzbank rechnet nun jedoch wegen der Corona-Pandemie und der Kosten für den Konzernumbau mit einem Verlust. Grund dafür ist zum einem die erhöhte Prognose für die Risikovorsorge im laufenden Jahr und zum anderen der stärkere Druck auf die Erträge im Firmenkundengeschäft. Zuletzt hatte die Bank noch einen Gewinn angepeilt, dieses Ziel aber angesichts des Umfelds und der Aufwendungen für die Neuausrichtung als "sehr ambitioniert" eingestuft.

Ursprünglich wollte die Commerzbank heute auch eine neue Strategie inklusive eines verschärften Sparkurses vorstellen, um wieder profitabler zu werden. Das aber ist in weite Ferne gerückt. Investoren und Aufsichtsräte pochen auf einen geordneten Prozess: Erst soll die Konzernspitze neu besetzt werden.

Das macht die Aktie der Commerzbank

Anleger haben mit einer Prognose-Anpassung gerechnet – die Rückstellungen zur Absicherung der Kreditausfälle in durch die Corona-Krise waren offensichtlich. Der operative Gewinn im zweiten Quartal fiel dagegen überraschend hoch aus. Die Aktie der Commerzbank -0,22% kann sich daher im vorbörslichen Umfeld gut halten und legt 1,4 Prozent auf 4,58 Euro zu.

Mit Material von dpaAFX.
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