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Commerzbank: Noch mehr Vorstände gehen

| Quelle: finanztreff | Lesedauer etwa 2 min. | Text vorlesen Stop Pause Fortsetzen

Nicht nur das Filialnetz und die Comdirect soll umgebaut werden – auch die Führungsriege der Commerzbank ist mächtig in Bewegung. Nach der Comdirect-Chefin ist nun auch der Privatkundenchef raus.

Mitten in der Diskussion um einen Kahlschlag im Filialnetz geht bei der Commerzbank- Privatkundenchef Michael Mandel von Deck. Der Aufsichtsrat habe am Donnerstag die einvernehmliche Trennung beschlossen. Mandels Vertrag endet zum 30. September 2020.

Im Privatkundengeschäft hatte "Magic" Mandel (53), ehemals Chef der Online-Tochter Comdirect, lange ein glückliches Händchen – zunächst als Bereichsvorstand ab Dezember 2010, dann ab Mai 2016 als Zielkes Nachfolger als Vorstand der Sparte. Zuletzt jedoch war Mandel als Verfechter eines dichten – und damit teuren – Filialnetzes in die Kritik geraten.

Streitpunkt Filialnetz

Seit Monaten diskutiert die Commerzbank intern über eine Verschärfung ihres im Herbst 2019 verkündeten Sparkurses. Die Zahl der zuletzt knapp 40 000 Vollzeitstellen könnte um bis zu ein Viertel gekappt werden. Von 1000 Filialen könnten gerade einmal 200 übrig bleiben, in denen Kunden sich beraten lassen können.

Doch bevor der Kurs für die nächsten Jahre festgezurrt wird, muss der seit Anfang August amtierende Aufsichtsratchef Hans-Jörg Vetter erst die Nachfolge von Konzernchef Martin Zielke regeln. Zielke hatte nach scharfer Kritik von Investoren Anfang Juli seinen Rücktritt angekündigt. Die Bank wird den Vertrag mit dem seit Anfang Mai 2016 amtierenden Konzernchef spätestens zum 31. Dezember auflösen.

Auch bei der Comdirect wird umgebaut

Bereits auf den Weg gebracht ist die Zusammenführung der Online-Tochter Comdirect mit dem Mutterkonzern. Denn angesichts der Digitalisierung gleichen sich die Geschäftsmodelle immer stärker.

Allerdings verliert der Konzern in diesem Zuge eine weitere Hoffnungsträgerin: Comdirect-Chefin Frauke Hegemann wird den Konzern nach der Verschmelzung der Comdirect mit dem Mutterkonzern verlassen.

Das macht die Aktie der Commerzbank

Die Abgänge der Vorstände kommen bei den Anlegern nicht gut an. Die Commerzbank-Aktie +3,47% verliert am Donnerstag rund 2,1 Prozent auf 4,66 Euro.


Mit Material von dpaAFX.
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