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Commerzbank: Stabilität geht anders

| Quelle: finanztreff | Lesedauer etwa 2 min. | Text vorlesen Stop Pause Fortsetzen

Noch kein Jahr dabei und schon wieder weg vom Fenster: Der Firmenkundenvorstand Roland Boekhout verlässt die Commerzbank, nachdem er den Posten erst im Januar angetreten hatte. An der Börse kommt das nicht gut an.

In einer Mitteilung der Commerzbank wird Boekhout mit den Worten zitiert: "Ich bedauere sehr, die Commerzbank nach relativ kurzer Zeit wieder zu verlassen." Für eine erfolgreiche Zukunft der Bank sei es jedoch unabdingbar, dass sich das Management mit der strategischen Ausrichtung vorbehaltlos identifiziere. "Dies war bei mir nicht mehr gegeben", begründete der Manager seinen Schritt. Bei der Commerzbank werden angesichts fortschreitender Digitalisierung weitere drastische Einschnitte im Filialnetz sowie Stellenstreichungen erwartet.

Die Führung der Sparte übernimmt zum 1. Januar 2021 Michael Kotzbauer. Der 52-Jährige ist derzeit Bereichsvorstand für das Mittelstandsgeschäft der Commerzbank mehreren Bundesländern. Branchenkenner werten seine Beförderung als Signal, dass die Bank wieder einen stärkeren Fokus auf Mittelstandskunden legen will.

Stühlerücken geht weiter

Boekhout ist die vierte Führungskraft, die der Commerzbank in diesem Jahr den Rücken kehrt: Privatkundenvorstand Michael Mandel verließ das Unternehmen Ende September, Konzernchef Martin Zielke geht zum Jahresende. Aufsichtsratschef Stefan Schmittmann wurde im August durch den ehemaligen Landesbanker Vetter ersetzt. Vorausgegangen war heftige Kritik des Großaktionärs Cerberus am Kurs der Bank.

Das macht die Aktie der Commerzbank

Der Weggang Boekhouts kommt bei Anlegern nicht gut an – die Commerzbank-Aktie +1,13% verliert am Monat rund 2,1 Prozent auf 5,28 Euro. Analysten warten währenddessen auf die Strategie des neuen Konzernchefs. Er dürfte wohl versuchen, die Ertragsentwicklung ankurbeln – obwohl auch weitere Sparmaßnahmen unausweichlich scheinen. Stabilität sieht wahrlich anders aus.

Mit Material von dpaAFX.
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