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Commerzbank: Vorbereitung für die Insolvenzwelle

| Quelle: finanztreff | Lesedauer etwa 2 min. | Text vorlesen Stop Pause Fortsetzen

Die Commerzbank stellt jetzt noch mehr Geld für mögliche Rückschläge in der Corona-Krise zurück – und macht sich damit für die anrückende Insolvenzwelle. Den Aktionären gefällt das überhaupt nicht – die Commerzbank-Aktie notiert am MDAX-Ende.

Im Gesamtjahr 2020 rechnet die Bank nun mit einer Risikovorsorge von mindestens 1,7 Milliarden Euro. Im Herbst hatte die Bank noch eine Vorsorge für mögliche Kreditausfälle zwischen 1,3 Milliarden und 1,5 Milliarden Euro für das Gesamtjahr prognostiziert.

In der nun höheren Summe seien bereits rund 500 Millionen Euro zusätzliche Vorsorge für mögliche Kreditausfälle infolge der Corona-Krise im Jahr 2021 enthalten, erklärte die Bank. Außerdem würden "mit dem höheren Risikoergebnis auch die derzeit erwarteten Auswirkungen des zweiten Lockdowns" antizipiert.

Vorbereitung auf Insolvenzwelle

Die Commerzbank bereitet sich damit auf die Insolvenzwelle 2021 vor. Denn neue Sanierungsregeln und die anhaltende Corona-Krise werden aus Sicht von Ökonomen dafür sorgen, dass die Zahl der Firmeninsolvenzen deutlich steigt.

Nach den Rückgängen im Jahr 2020 werde es 2021 eine drastische Zunahme geben, sagte der Sanierungsexperte Lucas Flöther der dpa. "Wenn ganze Branchen betroffen sind und die Krise bei vielen prinzipiell das Geschäftsmodell infrage stellt, dann entsteht ein Krater in den Bilanzen, der sich durch Liquiditätshilfen nicht wieder schließen lässt."

Zudem verabschiedete der Bundestag zuletzt neue Sanierungsregeln. Sie erlauben coronageschädigten Unternehmen nur im Jahr 2021, sich mit dem Schutzschirmverfahren in Eigenregie zu sanieren, auch wenn sie zahlungsunfähig sind. Sonst sei dieses Verfahren nur bei drohender Zahlungsunfähigkeit möglich, sagte Flöther.

Das macht die Aktie der Commerzbank

Die Commerzbank steckt mitten im Umbau und kann die auf die Gewinne drückende Rückstellungen aktuell nicht gebrauchen. Analysten gehen daher davon aus, dass die Commerzbank erst 2022 wieder die Gewinnzone erreichen wird. Die nun höher ausfallende Risikovorsorge belastet am Freitag die Aktien der Commerzbank -2,45% – das MDAX-Papier fällt rund drei Prozent.

Mit Material von dpaAFX.
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