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Continental: Auto-Branche drohen Insolvenzen

| Quelle: finanztreff | Lesedauer etwa 2 min. | Text vorlesen Stop Pause Fortsetzen

Continental-Chef Elmar Degenhart spricht in einem Interview von drastischen Folgen für die Autobrache, falls sich die Nachfrage nicht erholen kann. Analysten sehen jedoch immerhin steigende Kurse für die Continental-Aktie.

Der Vorstandsvorsitzende des DAX-Konzerns aus Hannover sagte im Interview der dpa, schon der schwierige Strukturwandel aus Digitalisierung, E-Mobilität und Assistenzsystemen sei für viele kleine Firmen kaum zu schaffen. "Obendrauf kommt eine Marktkrise, die so seit 1930 nicht mehr da war. Wenn sich im Sommer keine deutliche Belebung des Marktes in Europa abzeichnet, befürchten wir trotz aller Stützungsmaßnahmen eine Reihe von Konkursen."

Der deutschen Schlüsselbranche machen ausbleibende Autokäufe und Probleme in den Lieferketten zu schaffen. "Das zweite Quartal wird wohl wirtschaftlich das schwierigste der Nachkriegszeit werden", meinte Degenhart mit Blick auf große Lieferanten ganzer Ausstattungssysteme wie Conti.

Das bisherige Konjunkturprogramm des Bundes sieht der Manager mit gemischten Gefühlen. Die Absenkung der Mehrwertsteuer bis zum Jahresende werde zwar "einen gewissen Effekt" haben. Aber der Ausschluss moderner Verbrenner aus den Kaufprämien sei enttäuschend. Wichtig sei nun vor allem eine Abnahme der Energiekosten.

Analysten sehen Continental-Aktie auf 92 Euro

Etwas positiver beurteilen die Analysten von Goldman Sachs zumindest die Aktie von Continental. Die US-Investmentbank hat das Kursziel von 75 auf 92 Euro angehoben und die Einstufung auf "Neutral" belassen. Da die Entspannung nach den Lockdowns der Volkswirtschaften rasch als erwartet erfolgt sei, habe er seine Schätzungen für den weltweiten Autoabsatz angehoben, schrieb Analyst George Galliers am Freitag. Autofirmen, die den Wandel zur Elektrifizierung anführten, eine solide Bilanz und einen attraktiven freien Barmittelfluss hätten, seien gut aufgestellt, insbesondere Hella, VW und Michelin.

Das macht die Aktie von Continental

Nachdem die Aktie des Automobilzulieferers bereits am Donnerstag massiv unter Druck geraten ist, geht es am Freitag vorbörslich wieder etwas aufwärts. Zuletzt notierte die Continental-Aktie -0,53% rund 1,7 Prozent im Plus auf 85,75 Euro. Nachdem das DAX-Papier an der 200-Tage-Linie bei 101,96Euro abgeprallt ist, rückt nun die 90-Tage-Linie bei 82,76Euro in den Fokus.

Mit Material von dpaAFX.
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