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Continental: Neuer Chef steht vor großen Herausforderungen

| Quelle: finanztreff | Lesedauer etwa 3 min. | Text vorlesen Stop Pause Fortsetzen

Beim Autozulieferer und Reifenhersteller Continental treibt auch der neue Chef Nikolai Setzer den Umbau zum Technologie- und Softwarekonzern unermüdlich voran. Dennoch steht der neue CEO vor zahlreichen Herausforderungen. Zudem veröffentlich das Unternehmen am kommenden Dienstag die Zahlen zum abgelaufenen Geschäftsjahr. 

Bei Conti schien wie auch bei anderen das Schlimmste der Covid-19-Pandemie im Tagesgeschäft überstanden. Doch aktuell stehen in vielen Ländern große Teile des öffentlichen Lebens still und niemand weiß, ob eine dritte Welle die vorsichtige derzeitige Lockerung der Maßnahmen nicht wieder umstößt.

Rote Zahlen unausweichlich

Zudem hatte im dritten Quartal eine weitere Milliardenbelastung wegen Abschreibungen und Umbaukosten zu Buche geschlagen. Auch im Schlussquartal werden Sonderaufwendungen hinzukommen, weil Rückstellungen für Gewährleistungsfälle sowie Forschungs- und Entwicklungskosten höher ausfallen als erwartet. Am Ende werden - zum zweiten Mal nacheinander - rote Zahlen unter dem Strich stehen. 

Immerhin gab sich Manager Setzer bei seiner ersten großen Präsentation auf dem Kapitalmarkttag im Dezember zuversichtlich für die Bereiche, die Conti künftig noch unter dem Konzerndach in eigener Hand hat. "Wir setzen künftig mit noch mehr Kraft und Mitteln auf unsere Wachstumsfelder und Zukunftstechnologien", sagte er. "Die Software macht den Unterschied."

Abspaltung wohl erst in der zweiten Jahreshälfte

Sichtbares Zeichen für den Umbruch weg von Mechanik hin zu neueren Technologien wird die Abspaltung der Antriebssparte mit dem Namen Vitesco sein, die dieses Jahr nun auch endlich durchgezogen werden soll. Die "alte" Conti teilt sich dann auf in die "neue" Conti mit Sensorik, Elektronik, Bremsen, Reifen und Kunststofftechnik, und auf der anderen Seite eben das Geschäft mit Antriebssträngen für Verbrenner und Elektromotoren.

Vitesco wird den Aktionären einfach ins Depot gebucht - wie sich der Marktwert der beiden Konzerne dann entwickelt, bleibt der Börse überlassen. Wann es genau soweit ist, steht noch nicht fest, im ersten Halbjahr wohl nicht mehr. 

Das sagen die Analysten

David Lesne von der schweizerischen Großbank UBS sieht Continental als unterbewertet an. Er glaubt, dass die geplante Ausgliederung der Antriebssparte einen attraktiven Wert freisetzen wird und hält die neuen mittelfristigen Planziele, die bereits erhöhte Investitionen in das Zuliefergeschäft widerspiegelten, für glaubwürdig.

Vitesco traut er einen Wert von bis zu 27 Euro je Aktie zu - bei momentan im Conti-Aktienkurs eingepreisten 0 Euro. Mittelfristig sollte Conti zudem einen attraktiven freien Mittelzufluss (Free Cashflow) von ein bis zwei Milliarden Euro jährlich generieren, so Lesne. 

Das macht die Aktie von Continental

Am Freitag kann sich die Continental-Aktie +1,79% dem schwachen Börsenumfeld nicht entziehen und notiert leicht schwächer bei 122,55 Euro. Damit pendeln die Papiere nach wie vor im Bereich von 115 bis 125 Euro.

Sechs-Monats-Chart Continental (in Euro)
Mit Material von dpaAFX.
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