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Corona: BioNTech, Pfizer und diese Aktien profitieren

| Quelle: finanztreff | Lesedauer etwa 3 min. | Text vorlesen Stop Pause Fortsetzen

Impfstoffe sind der große Hoffnungsträger im Kampf gegen das Coronavirus. Für deren Entwickler ist im Frühjahr 2020 über Nacht eine Marktnische entstanden, die Einnahmen in Milliardenhöhe verspricht und die es nun mit großen Herausforderungen zu füllen gilt. Gemessen an der Weltbevölkerung und der teilweisen Notwendigkeit von Mehrfachimpfungen schätzt die DZ Bank in einer Ende Mai vorgelegten Studie, dass 2021 weltweit etwa 6,6 Milliarden Impfdosen benötigt werden und 2022 mit fast zehn Milliarden sogar noch mehr.

Die DZ-Bank-Experten errechneten in ihrer Studie anhand der Produktionszusagen und den Impfstoffpreisen für die "westlichen" Unternehmen ein diesjähriges Marktvolumen von 93 Milliarden US-Dollar. Dieser Kuchen verteilt sich bislang auf vier zugelassene Impfstoffe dieser Firmen: Das Mainzer Unternehmen BioNTech als Pionier mit seiner neuartigen mRNA-Technologie, auf die auch der US-Wettbewerber Moderna +7,42% setzt, sowie die Vektorimpfstoffe von AstraZeneca +0,68% und Johnson & Johnson +1,09% .

Weitere Impfstoffe ab nächstem Jahr erwartet 

2022, wenn zum Beispiel von Unternehmen wie CureVac -1,49% oder Novavax weitere Impfstoffe etabliert sein sollten, rechnen die DZ-Experten dann mit einem Anstieg des Marktvolumens auf 217 Milliarden Dollar. Dabei kalkulieren sie neben der hohen Weltnachfrage auch mit einem Preisschub, sobald die Weltgesundheitsorganisation (WHO) die Pandemie für beendet erklärt. Dann sei vor allem AstraZeneca nicht mehr an einen Verkauf zu Selbstkosten gebunden, was bislang wegen einer Lizenzvereinbarung mit der Universität von Oxford als eigentlicher Impfstoff-Entwickler der Fall sei.

Nicht nur Impfstoffhersteller profitieren

Die Experten sehen in ihrer Studie etwa den BioNTech-Partner Pfizer +0,65% als Top-Empfehlung an, aber auch den Darmstädter Chemiekonzern Merck KGaA +2,56% mit einer Schlüsselfunktion in der Lieferkette. Faire Werte von 48 US-Dollar beziehungsweise 170 Euro versprechen für diese beiden Aktien ein Kurspotenzial von 15 respektive 24 Prozent. Von Merck kämen notwendige Lipid-Nanopartikel, die es ebenso von Evonik +0,62% als einem weiteren Profiteur in der Lieferkette gebe. Pfizer decke einen nicht unbeträchtlichen Teil der Wertschöpfung selbst ab, Merck sei mit seinen Lipiden wichtig als Zulieferer - und dies unabhängig von der Art des Impfstoffs.

Namentlich genannt wurden in der Studie außerdem der Laborausrüster Sartorius -0,10%, der Verpackungshersteller Gerresheimer +2,21% und diverse Produktionspartner der mRNA-Impfstoffforscher. Neben der bekannten BioNTech-Allianz mit Pfizer fungiert Bayer -0,08% als besonders enger Partner von CureVac. Außerdem seien viele Lohnfertigungsunternehmen wie Rentschler Biopharma oder Wacker Chemie +0,33% mit ihren Kapazitäten daran beteiligt, um das Angebot an mRNA-Impfstoffen schnell zu erhöhen. 

Das macht die BioNTech-Aktie 

Am späten Montagnachmittag notierte die BioNTech-Aktie +0,67% rund 0,9 Prozent fester bei 167,80 Euro. Damit nähren sich die Papiere in großen Schritten ihrem bisherigen Rekordhoch auf Schlusskursbasis bei 169,85 Euro, dieses hatten sie erst vor wenigen Tagen aufgestellt. 

Sechs-Monats-Chart BioNTech (in Euro)
Mit Material von dpa-AFX.
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