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Covestro: Asien schlägt voll durch – Europa folgt

| Quelle: finanztreff | Lesedauer etwa 3 min. | Text vorlesen Stop Pause Fortsetzen

Covestro bekommt die Coronavirus-Krise mit voller Wucht zu spüren: Im ersten Quartal bleibt nur ein Minigewinn von 20 Millionen Euro – und die Prognosen bleiben düster, denn die Krise wanderte von Asien um die ganze Welt.

Covestro-Konzernchef Markus Steilemann bleibt angesichts der dramatischen Lage der Auto- sowie der für Covestro wichtigen Bauindustrie skeptisch. "Wenn wir auf das zweite Quartal schauen, dann erwarten wir, dass sich die Krise noch stärker auswirken wird", sagte der Manager. So ist für den Konzern gerade das Geschäft

Eine konkrete Prognose für das zweite Quartal traut sich der Manager wegen "der sich verstärkenden Unsicherheiten, aber auch der wirtschaftlichen Entwicklung weltweit" vorerst nicht zu. "Man sieht am Geschäftsverlauf, dass die Krise um die Welt wandert", sagte Steilemann.

"Während wir in Asien im Februar/März die entsprechenden Rückgänge sehr deutlich gesehen haben, kamen sie mit etwas Verzögerung nach Europa und jetzt schlagen sie voll in den Vereinigten Staaten durch." In Asien gebe es derweil schon wieder eine Belebung, insbesondere in Teilen des Heimelektronikmarkts. "Die Leute kaufen Monitore, Kameras, VR-Brillen, Laptops." Zudem sei Polycarbonat-Hartplaste gerade als Gehäuse für Medizintechnik gefragt.

Den Ausblick für das Gesamtjahr hatte der Spezialchemiekonzern bereits Mitte April gekappt. Für 2020 wird seither ein EBITDA von 700 Millionen bis 1,2 Milliarden Euro in Aussicht gestellt, nachdem ursprünglich bis zu 1,5 Milliarden Euro angepeilt worden waren.

Finanziell sieht sich Covestro indes gut aufgestellt. Die Bilanz sei stark, das Unternehmen verfüge über erhebliche liquide Mittel. Diese umfassten derzeit rund 1,2 Milliarden Euro. Der Konzern verweist zudem auf eine bisher nicht in Anspruch genommene revolvierende Kreditlinie in Höhe von 2,5 Milliarden Euro.

Erstes Quartal durch China-Geschäft gezeichnet

Im abgelaufenen ersten Quartal sanken die verkauften Mengen im Kerngeschäft vor allem wegen eines Nachfrageeinbruchs in China um 4,1 Prozent gegenüber dem Vorjahresquartal. Da die Preise zusätzlich wegen des starken Wettbewerbs – die Branche leidet schon länger unter Überkapazitäten – unter Druck standen, fiel der Umsatz mit minus 12,3 Prozent auf rund 2,8 Milliarden Euro noch stärker. Beim EBITDA hinterließen die niedrigen Verkaufspreise noch tiefere Spuren: es brach um 42,5 Prozent auf 254 Millionen Euro ein.

Mit zusätzlichen Einsparungen will das Management, wie auch seit Mitte April bekannt ist, gegensteuern. Zusätzlich zum bereits im Herbst 2018 gestarteten Effizienzprogramm wurde das Ziel für weitere kurzfristige Kosteneinsparungen um zusätzliche 100 Millionen Euro auf 300 Millionen Euro für das laufende Geschäftsjahr erhöht. Bereits im Januar hatte Covestro eine Milliardeninvestition in ein Kunststoffwerk in den USA auf Eis gelegt.

Das macht die Aktie von Covestro

Der Stillstand in vielen Lebens- und Wirtschaftsbereichen zusätzlich zum ohnehin hohen Konkurrenzdruck macht Covestro unverändert das Leben schwer. Zudem bleibt die Höhe der Dividende für 2019 weiterhin offen. Dennoch setzten die Covestro-Aktien -0,99% am Mittwochvormittag ihre jüngste Erholung mit einem Plus von 1,2 Prozent auf 30,90 Euro fort.

Mit Material von dpaAFX.
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