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Covestro: Starker Ausblick beflügelt

| Quelle: finanztreff | Lesedauer etwa 3 min. | Text vorlesen Stop Pause Fortsetzen

Der Kunststoffkonzern Covestro geht nach einem Schlussspurt 2020 optimistisch ins neue Jahr. So liefen zuletzt die Geschäfte mit der Auto-, der Bauindustrie sowie mit Herstellern von Elektronik- und Haushaltsgeräten deutlich besser, aber auch Produktionsengpässe der Konkurrenz halfen ein wenig.

Rückenwind soll nun die Übernahme des Geschäfts mit nachhaltigen Beschichtungsharzen des Konkurrenten DSM liefern. Sollte das Management um Chef Markus Steilemann 2021 das angestrebte Gewinnwachstum erreichen, könnte die Dividende weiter steigen. Für das vergangene Jahr sollen die Dividende trotz der Coronakrise steigen.

Manager Steilemann rechnet für 2021 laut einer Mitteilung vom Dienstag mit einem Gewinn vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Ebitda) zwischen 1,7 und 2,2 Milliarden Euro, wovon allein im ersten Quartal bereits 700 bis 780 Millionen Euro eingefahren werden sollen. Der operative Gewinn würde damit sogar über dem des Vor-Corona-Jahres 2019 liegen. Im Corona-Jahr 2020 fiel er um rund 8 Prozent auf 1,47 Milliarden Euro. 

Schlussquartal rettet Jahreszahlen

Unter dem Strich blieb vergangenes Jahr bei einem Umsatzrückgang um fast 14 Prozent auf 10,7 Milliarden Euro ein Nettoergebnis von 459 Millionen Euro hängen und damit knapp 17 Prozent weniger als im Vorjahr. Der freie operative Mittelzufluss wuchs auch dank Einsparungen und geringerer Investitionen indes um gut zwölf Prozent auf 530 Millionen Euro, der Großteil davon wurde dank der Geschäftsbelebung im Schlussquartal eingefahren. 

Dieser operative Mittelzufluss ist wichtig für die Dividenden- und Zinszahlung. Zudem ermöglichten es die hohen Zuflüsse gegen Jahresende zusammen mit der Kapitalerhöhung vom Herbst, die Übernahme des DSM-Geschäftsbereichs vollständig in bar zu begleichen, betont der Konzern in seinem Geschäftsbericht. 2021 soll der sogenannte Free Operating Cashflow dann auf 0,9 bis 1,4 Milliarden Euro wachsen. Gleichzeitig soll die Dividende für das vergangene Geschäftsjahr um 0,10 Euro auf 1,30 Euro je Aktie klettern.

Übernahme als Wachstumstreiber

Das DSM-Geschäft mit nachhaltigen Beschichtungsharzen soll die kleinste Covestro-Sparte CAS rund um Vorprodukte für Lacke, Klebstoffrohstoffe und Spezialanwendungen stärken. Wegen der Übernahme rechnet das Management für den Konzern mit einem Mengenwachstum im Kerngeschäft zwischen zehn und 15 Prozent im Jahr 2021, ohne den Kauf wären es sechs Prozentpunkte weniger. Selbst damit würde Covestro aber zu Wachstum zurückkehren nach einem Minus von 5,6 Prozent im Jahr 2020.

Das macht die Covestro-Aktie

Die Covestro-Papiere setzten ±0,00% im frühen Handel ihre Rallye der vergangenen Monate mit einem Anstieg um bis zu 2,3 Prozent auf 61,50 Euro fort. Das ist ein Hoch seit Oktober 2018. Seit dem Corona-Tief vergangenen März summieren sich die Gewinne nun auf mehr als 160 Prozent.

Sechs-Monats-Chart Covestro (in Euro)
Mit Material von dpaAFX.
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