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Covestro strotzt vor Optimismus – kann das gut gehen?

| Quelle: finanztreff | Lesedauer etwa 2 min. | Text vorlesen Stop Pause Fortsetzen

Eine kräftige Nachfrageerholung vor allem in Asien hat dem Kunststoffkonzern Covestro zum Jahresstart deutliche Zuwächse beschert. Wetterbedingte Produktionsstillstände in Nordamerika und Rohstoffengpässe standen indes einer noch stärkeren Geschäftserholung vom Corona-Einbruch vor einem Jahr im Weg. Daher gibt sich der Covestro-Chef Markus Steilemann weiter zuversichtlich. Allerdings gibt es einen Haken. 

Der Chemiekonzern Covestro hat einen guten Jahresstart hingelegt: Das Ebitda verdreifachte sich im Auftaktquartal gegenüber dem Vorjahreszeitraum annähernd auf 743 Millionen Euro, der Umsatz wuchs um knapp 19 Prozent auf rund 3,3 Milliarden Euro. Unter dem Strich verdienten die Leverkusener 393 Millionen Euro nach nur 20 Millionen Euro im ersten Quartal 2020. Im zweiten Jahresviertel peilt das Unternehmen nun ein Ebitda von 730 bis 870 Millionen Euro an. 

Covestro-Chef weiter optimistisch 

Den bereits Mitte April angehobenen Gewinnausblick für 2021 bekräftigte Konzernchef Markus Steilemann, verwies aber auch auf Unwägbarkeiten gerade mit Blick auf das zweite Halbjahr. Sollte das aktuell starke Umfeld allerdings länger andauern als gedacht, könnte beim Jahresziel Spielraum nach oben entstehen.

Zwei Umstände treiben die Verkaufspreise 

Zuletzt füllten viele Unternehmen ihre während der Corona-Krise aus finanziellen Gründen reduzierten Lagerbestände auf, was für mehr Nachfrage sorgte. Hinzu kamen Produktionsengpässe der Konkurrenz. Die Dauer beider Effekte ist aber ungewiss. 

All das sorgte zusammen mit dem Rückenwind durch die Konjunkturbelebung für gute Geschäfte rund um harte Kunststoffe (Polycarbonate) sowie Weich- und Hartschäume (Polyurethane) für die Auto- und Bauindustrie sowie mit Herstellern von Elektronik- und Haushaltsgeräten. Die Verkaufspreise zogen deutlich an, und damit auch die Gewinnmargen.

Das sagen die Analysten 

Für Analystin Georgina Iwamoto von der Investmentbank Goldman Sachs signalisierten die aktuellen Quartalszahlen bereits höheres Gewinnpotenzial im Vergleich zu dem von Covestro 2021 angepeilten Gewinn vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Ebitda) von 2,2 bis 2,7 Milliarden Euro. So würde sich denn auch unter den Marktbedingungen aus dem März - also "Mark to Market" - laut dem Konzern für 2021 ein operatives Ergebnis von 3,1 Milliarden Euro ergeben.

Das macht die Covestro-Aktie 

Trotz guter Ergebnisse hielten sich die Anleger am Aktienmarkt zur Wochenmitte weiter zurück. Der Covestro-Aktienkurs +1,47% gab am Vormittag mit -0,3 Prozent auf 55,62 Euro leicht nach.

Sechs-Monats-Chart Covestro (in Euro)
Mit Material von dpa-AFX.
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