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CTS Eventim: Das sagen die Analysten nach den Zahlen

| Quelle: finanztreff | Lesedauer etwa 3 min. | Text vorlesen Stop Pause Fortsetzen

Ausgefallene Konzerte und Events machen dem Veranstalter und Tickethändler CTS Eventim weiter stark zu schaffen. Und obwohl Konzernchef Klaus-Peter Schulenberg sich optimistisch zeigt und eine gestiegene Nachfrage nach Veranstaltungen sieht, wagt der MDAX-Konzern +0,53% keinen Ausblick. Da die Dauer der Corona-Pandemie und deren Auswirkungen nicht abschätzbar seien, könne der Vorstand weiter keine genaue Prognose machen, teilte CTS Eventim am Donnerstag in München mit.

Die Corona-Beschränkungen belasten den Konzern nach wie vor. In den ersten drei Monaten des Jahres brach der Umsatz verglichen mit dem Vorjahresquartal um knapp 90 Prozent auf 19,6 Millionen Euro ein. Operativ musste CTS Eventim einen Verlust von 19,6 Millionen Euro hinnehmen nach einem Gewinn von 13,5 Millionen Euro ein Jahr zuvor. Unter dem Strich stand nun ein Verlust von fast 25,2 Millionen Euro nach einem Gewinn von knapp 0,6 Millionen ein Jahr zuvor.

Coronakrise kostet Arbeitsplätze

Nach wie vor stünden "striktes Kostenmanagement" und "Effizienz" im Fokus, betonte Unternehmenschef Schulenberg laut Mitteilung. Das wirkte sich auch auf die Zahl der Mitarbeiter aus: Zählte CTS Eventim im Vorjahr einschließlich Aushilfen noch knapp 3300 Mitarbeiter, beschäftigt der Konzern nun knapp 30 Prozent weniger. Vor allem im Segment Live Entertainment sank die Belegschaft von rund 1500 auf knapp 900. Größtenteils seien Aushilfen vom Abbau betroffen gewesen, hieß es.

Besserung in Sicht

Trotz des eher schwierigen Starts ins laufende Jahr sieht Konzernlenker Schulenberg Licht am Ende des Tunnels: "Die Sehnsucht der Menschen nach dem gemeinsamen Erleben von Kultur schlägt sich unmittelbar in Ticketverkäufen nieder." Optimismus schöpfe er dabei aus dem anziehenden Impftempo und den weitreichenderen Öffnungen weltweit. Schulenberg bekräftigte die "Hoffnung auf einen Neustart der Live-Kultur 2021".

Das sagen die Analysten 

Die Baader Bank hat die Einstufung für CTS Eventim nach Zahlen auf "Sell" mit einem Kursziel von 30 Euro belassen. Das erste Quartal des Eintrittskartenhändlers habe wie erwartet einen scharfen Rückgang gebracht, schrieb Analyst Volker Bosse in einer am Donnerstag vorliegenden Studie. Umsatz und Ergebnisse seien dabei noch unter seinen Erwartungen geblieben. Die Liquiditätslage des Unternehmens biete einen gewissen Puffer. 

Deutlich optimistischer ist hingegen die Commerzbank: Das Schlimmste sei nach dem erwartungsgemäß schwachen ersten Quartal für den Tickethändler vorbei, schrieb Analyst Andreas Riemann in einer am Donnerstag vorliegenden Studie. Er lobte die Kostenkontrolle und hält das Unternehmen für finanziell stabil. Die Commerzbank hat CTS Eventim von "Hold" auf "Buy" hochgestuft und das Kursziel von 50 auf 64 Euro angehoben.

Das macht die Aktie von CTS Eventim

Die Aktien von CTS Eventim +3,40% haben am Donnerstag ihre mächtigen Anfangsverluste deutlich reduziert. Im frühen Handel litten sie schwer unter den Pandemie-Leiden, die dem Konzertveranstalters und Tickethändlers im ersten Quartal weiter zusetzten. Der Kurs sackte zeitweise um sieben Prozent bis nahe an die 50-Euro-Marke ab und erreichte so ein Tief seit Mitte April. Nach dem Mittag griffen die Anleger aber ermutigt von einer Kaufempfehlung der Commerzbank wieder zu. Zuletzt reduzierte sich das Minus mit 53,82 Euro auf nur noch 0,7 Prozent.

Sechs-Monats-Chart CTS Eventim (in Euro)
Mit Material von dpa-AFX.
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