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CureVac: Bayer steigt ein

| Quelle: finanztreff | Lesedauer etwa 2 min. | Text vorlesen Stop Pause Fortsetzen

Bayer will in die Produktion von Corona-Impfstoffen einsteigen und künftig CureVac unter die Arme greifen. Bei der CureVac-Aktie sorgt diese Mitteilung für einen kräftigen Kurssprung.

Beide Firmen gaben am Montag bekannt, dass sie eine bereits Anfang Januar geschlossene Kooperation, welche zunächst nur Zulassungsarbeiten und andere Dienstleistungen enthielten, erweitert haben. Eine Prüfung habe laut Bayer ergeben, "dass wir über die erforderlichen Fähigkeiten und Möglichkeiten verfügen, den mRNA-basierten Impfstoff von Curevac herstellen zu können".

2022 will Bayer 160 Millionen Dosen herstellen, im zweiten Jahr mehr. Angestrebt wird der Start schon Ende 2021. Aufgrund aufwendiger Vorarbeiten, hoher Qualitätsstandards und umfangreicher Validierung der Anlagen sei ein früherer Produktionsbeginn nicht möglich – der jetzige Zeitplan sei laut Bayer bereits sehr ambitioniert. Normalerweise dauere es mindestens ein Jahr, bis eine Vakzin-Produktionsstätte bereit sei.

Hunderte Millionen CureVac-Dosen zur Verfügung

Das CureVac-Präparat wird derzeit noch entwickelt. Es basiert wie die Impfstoffe von BioNTech +6,23% und Moderna -0,94% auf sogenannten mRNA. Wenn die weiteren Entwicklungs- und Zulassungsschritte planmäßig verlaufen, könnte es ab diesem Sommer gespritzt werden – dann zunächst mit Dosen, die nicht von Bayer gefertigt wurden.

CureVac-Chef Franz-Werner Haas sagte: "Zum Ende des Jahres werden wir mehrere hundert Millionen Dosen zur Verfügung haben." Er betonte, der eigene Impfstoff könne eine Grundlage dafür sein, auch mögliche weitere Pandemien in den Griff zu bekommen.

Für das Jahr 2022 seien bisher 600 Millionen Dosen geplant gewesen. Durch Ausweitung des bestehenden Produktionsnetzwerkes würden es nun mindestens eine Milliarde werden – neben Bayer gibt es weitere Kooperationspartner, etwa Wacker Chemie und Rentschler Biopharma.

Die EU-Kommission hat bei CureVac 220 Millionen Dosen vorbestellt, von denen laut Bundesgesundheitsministerium 53 Millionen auf Deutschland entfielen. Das Präparat muss zweimal gespritzt werden, pro Geimpftem sind es also zwei Dosen.

Das macht die Aktie von CureVac

Nach der Mitteilung ging es bereits im deutschen Handel für die Aktien von CureVac +1,61% kräftig nach oben. Im vorbörslichen US-Handel stiegen die Papiere zuletzt rund 12 Prozent auf 99,70 Dollar. Die Aktien von Bayer -1,09% lagen zuletzt 1,7 Prozent im Plus auf 50,79 Euro.

Mit Material von dpaAFX.
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