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Daimler: Horror-Zahlen im ersten Quartal

| Quelle: finanztreff | Lesedauer etwa 2 min. | Text vorlesen Stop Pause Fortsetzen

Die geschlossenen Autohäuser und der Stillstand der Produktion setzt Daimler im ersten Quartal heftig zu. Nach einer Halbierung des Aktienkurses im Corona-Crash hatten die Anleger aber wohl mit derart schwachen Zahlen gerechnet.

Im ersten Quartal brach der Gewinn vor Zinsen und Steuern um fast 78 Prozent auf nur noch 617 Millionen Euro ein, wie Daimler in der Nacht zum Donnerstag auf Basis vorläufiger Zahlen mitteilte. Rechnet man Sondereffekte wie etwa die Kosten für die Dieselaffäre oder Umstrukturierungen heraus, bleiben im operativen Geschäft immerhin 719 Millionen Euro.

Düstere Prognose für 2020

Auch die Aussichten für 2020 insgesamt sind düster. Zwar sei eine Prognose angesichts der immer noch kaum überschaubaren Folgen der Coronavirus-Pandemie schwierig, hieß es. Die Auswirkungen auf Kundennachfrage, Lieferketten und Fahrzeugproduktion könnten nicht detailliert geschätzt werden.

Absatz, Umsatz und Ergebnis dürften am Ende aber unter dem Niveau des Vorjahres liegen. Für den Absatz hatte Daimler das ohnehin schon erwartet. Der Umsatz hätte nach ursprünglicher Planung aber zumindest auf dem Niveau des Vorjahres liegen sollen, das operative Ergebnis sogar deutlich darüber.

Lichtblicke am Horizont

Der Autobauersieht sich finanziell dennoch gut aufgestellt: "Angesichts des Umstands, dass wir umfassende Maßnahmen zum Schutz unseres Barmittelbestands getroffen und unsere finanzielle Flexibilität erhöht haben, sind wir zuversichtlich, für die Zeit während und nach der Krise gut positioniert zu sein." Der Konzern hatte erst kürzlich mit mehreren Banken eine Vereinbarung über eine neue Kreditlinie von 12 Milliarden Euro geschlossen.

Zudem kann Daimler nach vier Wochen Stillstand die Produktion seit Montag nach und nach wieder hochfahren. Die Kurzarbeit, die seit dem 6. April gilt, läuft nach bisherigem Stand noch bis Ende des Monats weiter. Etwa 80 Prozent der rund 170.000 Beschäftigten in Deutschland sind davon in unterschiedlichem Maße betroffen.

Das macht die Aktie von Daimler

Trotz der Horror-Zahlen legte die Daimler-Aktie -1,44% am Donnerstag nach Marktstart um fast 2 Prozent zu, einen Teil der Gewinne haben sie jedoch bereits wieder abgegeben. Denn mit einer Halbierung des Aktienkurses im Pandemie-Crash binnen vier Wochen bis Mitte März haben sich die Anleger bereits entsprechend positioniert. Auch nach der jüngsten Erholung steht noch ein Krisenminus von gut einem Drittel zu Buche.

Mit Material von dpaAFX.
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