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Daimler: Neuausrichtung und Stellenstreichungen

| Quelle: finanztreff | Lesedauer etwa 2 min. | Text vorlesen Stop Pause Fortsetzen

Statt herkömmlicher Antriebsteile will der Autobauer Daimler an seinem Berliner Standort in Zukunft Software-Lösungen für seine globale Produktion testen und entwickeln. "Zudem werden in Berlin künftig auch Komponenten der E-Mobilität montiert", teilte der Konzern am Mittwoch mit. Geplant seien Investitionen in zweistelliger Millionenhöhe.

"Indem wir Berlin zu einem Kompetenzzentrum für Digitalisierung mit Produktionsvolumen im Bereich E-Mobilität transformieren, sichern wir erfolgreich die Zukunft des Traditionsstandortes", teilte Jörg Burzer, Mitglied des Vorstands der Mercedes-Benz-AG, mit.

"Dazu werden wir unter anderem Kolleginnen und Kollegen umschulen und weiterqualifizieren, die Transformation wird künftig aber auch mit weniger Beschäftigungsumfängen einhergehen", teilte der DAX-Konzern mit.

Wie viele Arbeitsplätze aufgrund der Neuausrichtung wegfallen, blieb weiter offen. Noch im Dezember hatte der Betriebsrat Befürchtungen geäußert, wonach rund die Hälfte der Stellen im Berliner Werk auf dem Spiel stünden. Erst am Montag hatten deshalb Dutzende Beschäftigte vor dem Roten Rathaus in Berlin demonstriert.

Das macht die Daimler-Aktie

Am Mittwoch legte die Daimler-Aktie -0,54% zeitweise um rund zwei Prozent zu und konnte dabei die psychologisch wichtige 70-Euro-Marke zurückerobern. Allerdings gaben die Papiere im Anschluss wieder etwas nach und notierten zuletzt noch rund 0,8 Prozent im Plus bei 69,02 Euro. 

Dabei dürfte die Aktie auch von einer Kaufempfehlung der DZ Bank profitiert haben. Diese stufte die Papiere von "Halten" auf "Kaufen" hoch und hob zudem das Kursziel von 68 auf 82 Euro an. 

"Trotz spürbarer Belastungen durch die Corona-Pandemie konnte der Konzern das Jahr besser abschließen als selbst prognostiziert und vom Markt erwartet", betonte DZ Bank-Analyst Michael Punzet. Zudem könnte sich die Abspaltung der Nutzfahrzeugsparte in diesem Jahr seiner Ansicht nach positiv auf die Bewertung auswirken. Daher hat Punzet in seinem Modell, das auf der Summe der Einzelteile des Konzerns beruht, den Risikoabschlag von zehn auf fünf Prozent reduziert.

Sechs-Monats-Chart Daimler (in Euro)
Mit Material von dpaAFX.
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