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Daimler setzt trotz Risiken auf Wasserstoff

| Quelle: finanztreff | Lesedauer etwa 3 min. | Text vorlesen Stop Pause Fortsetzen

Die Technik ist teuer und kaum verbreitet, trotzdem setzt Daimler bei seinen LKWs langfristig auf die Brennstoffzelle. Die fehlende Infrastruktur könnte für die Wasserstoff-Investitionen des Autobauers jedoch zum Risiko werden.

Mit flüssigem Wasserstoff betriebene Trucks sollen künftig die klassische Langstrecke mit 1.000 Kilometern und mehr abdecken. Parallel dazu bringt Daimler wie geplant auch einen komplett mit Batterie betriebenen 40-Tonner auf den Markt, der nur etwa die halbe Reichweite haben wird, dafür aber effizienter und flexibler einsetzbar sein soll.

"Je leichter die Ladung und je kürzer die Distanz, desto eher wird die Batterie zum Einsatz kommen", sagte Daimler-Trucks-Vorstandschef Martin Daum am Mittwoch bei der Präsentation des GenH2 Truck genannten Brennstoffzellen-Lastwagens, der in der zweiten Hälfte des Jahrzehnts in Serie gehen soll. "Je schwerer die Ladung und je länger die Distanz, desto eher wird die Brennstoffzelle das Mittel der Wahl sein."

Fehlende Infrastruktur ein Problem

"Wenn wir auf die Langstrecke gehen, müssen wir zusätzlich zu rein batterieelektrisch angetriebenen Lkw auch auf die Brennstoffzelle gehen", sagte der Mercedes-Trucks-Chef. Man schreite damit nun voran, allerdings müssten andere mitmachen. "Der größte Nachteil ist die fehlende Infrastruktur", erklärte Daum und sprach von einem Henne-Ei-Problem: Ohne serienreife Fahrzeuge keine Infrastruktur, ohne Infrastruktur kein Interesse an einem Brennstoffzellen-LKW.

Dass die Investitionen in die Brennstoffzelle angesichts der Infrastruktur-Schwäche durchaus ein Wagnis sind, sei ihm bewusst, betonte Daum. "Wenn es in fünf Jahren noch genauso wenig Wasserstoff-Infrastruktur gibt wie heute, dann ist da etwas schiefgelaufen", sagte er.

Zur Entwicklung des Brennstoffzellen-Lasters gibt der Bund rund 17 Millionen Euro an Fördermitteln dazu. Was Daimler selbst investiert, verrät der Konzern nicht. Um die Technologie voranzutreiben, haben sich die Stuttgarter vor einiger Zeit mit Volvo zusammengetan. Zudem gebe es einen engen Austausch mit Unternehmen, die für die nötige Infrastruktur sorgen könnten, sagte Daum.

Das macht die Aktie von Daimler

Daimler macht gerade vieles richtig, schreibt der DER AKTIONÄR. So habe sich der Stuttgarter Autobauer jüngst in den USA mit den hiesigen Behörden auf eine milliardenschwere Zahlung wegen erhöhter Diesel-Emissionen geeinigt. Zudem habe man sich strategisch neu aufgestellt und dabei nicht nur notwendige Sparmaßnahmen eingeleitet, sondern auch das absolut wichtige Thema „Innovationen“ erkannt.

Seit dem Corona-Crash im März konnte sich die Daimler-Aktie +1,63% entsprechend gut entwickeln. Über 100 Prozent ging es seit dem Tief nach oben. Erst am Montag wurde das aktuelle Nach-Corona-Hoch bei 47,11 Euro erreicht. Auch im trägen Gesamtmarkt am Mittwoch legt die Daimler-Aktie leicht um 0,2 Prozent zu auf 46,16 Euro.

Mit Material von dpaAFX.
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