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Daimler: Tiefrote Zahlen – aber positiver Ausblick

| Quelle: finanztreff | Lesedauer etwa 2 min. | Text vorlesen Stop Pause Fortsetzen

Tiefrote Zahlen im zweiten Quartal – doch Daimler rechnet für 2020 mit einem operativen Gewinn. Die Aktionäre kann das jedoch nicht beeindrucken.

Im zweiten Quartal fuhr der Konzern wie erwartet auch unter dem Strich ein dickes Minus ein. Der auf die Aktionäre entfallende Verlust lag bei rund zwei Milliarden Euro, wie Daimler am Donnerstag mitteilte. Er war damit sogar noch deutlich größer als vor einem Jahr, als Daimler wegen milliardenschwerer Rückstellungen für die Dieselaffäre und Airbag-Rückrufen vorübergehend in die Miesen rutschte. Auch der Umsatz ging deutlich um 29 Prozent auf 30,2 Milliarden Euro zurück.

In Folge des Stillstands in vielen Werken und Autohäusern hatte die Stammmarke Mercedes-Benz im zweiten Quartal mit insgesamt 457.711 Autos weltweit 20 Prozent weniger Fahrzeuge an Kunden ausgeliefert als ein Jahr zuvor. Konzernweit schrumpfte der Absatz um 34 Prozent auf rund 541.800 Pkw und Nutzfahrzeuge.

Erste Zahlen zum zweiten Quartal hatte Daimler schon vor einer Woche veröffentlicht, weil sie trotz des Milliardenverlusts besser aussahen als allgemein befürchtet worden war. Dass der Pandemie-bedingte Absatzrückgang bis zum Ende des Jahres noch aufgeholt werden kann, glaubt der Konzern allerdings nicht. Deshalb müssten die Effizienz- und Kapazitätsmaßnahmen intensiviert werden, hieß es.

Ausblick für das laufende Geschäftsjahr angepasst

Trotz der Krise rechnet Daimler in diesem Jahr mit einem operativen Gewinn – wenn auch unter dem Vorjahreswert von 4,3 Milliarden Euro. Im Tagesgeschäft sollte ein Gewinn übrigbleiben, falls sich die wirtschaftliche Erholung im zweiten Halbjahr fortsetzt und es nicht zu einer erneuten größeren Infektionswelle in den wichtigen Absatzmärkten kommt.

Ebenso rechnet Daimler-Chef Ola Källenius beim wichtigen Mittelzufluss aus dem industriellen Geschäft – sprich ohne die Finanzdienstleistungen sowie ohne das Carsharing- und Mobilitätsgeschäft – mit einem positiven Wert, wenn auch unter dem Vorjahresniveau von 1,4 Milliarden Euro.

Bisher hatte Daimler wegen der Pandemie bei Ergebnis und Mittelzufluss nur Werte unterhalb des Vorjahres angekündigt.

Das macht die Aktie von Daimler

Die Daimler-Aktien -0,71% liegen vorbörslich leicht im Minus. Zuletzt notierten sie im positiven Marktumfeld 0,3 Prozent schwächer auf 39,24 Euro. Bei Anlegern bleibt mangels einer Prognose und konkreten Aussagen, wie die Sparmaßnahmen verschärft werden sollen, noch immer viel Unsicherheit.

Mit Material von dpaAFX.
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