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Daimler: Unabhängigkeit in Gefahr

| Quelle: finanztreff | Lesedauer etwa 2 min. | Text vorlesen Stop Pause Fortsetzen

Im Zuge des Corona-Crashs hat sich der Wert der Daimler-Aktien bereits mehr als halbiert. Anleger befürchten jetzt, dass die Unabhängigkeit des Autobauers in Gefahr ist.

Schon vor der Viruspandemie ging es für die Aktien von Daimler bergab – doch der Corona-Crash hat den Wertverfall noch einmal beschleunigt. Das wird den Kampf um die Unabhängigkeit der Stuttgarter nicht vereinfachen, über den das "Manager Magazin" in seiner aktuellen Ausgabe berichtet. Der niedrige Börsenwert lade zu einer Übernahme ein, und die chinesischen Großaktionäre sicherten sich bereits weitere Anteile. "Der Konzern ist in Gefahr. Und die Nervosität in Stuttgart wächst", hieß es.

Auch beim Autobauer Daimler stehen wegen des Coronavirus vorerst in vielen Werken die Bänder still. Ein Großteil der Produktion in Europa werde von dieser Woche an für zunächst zwei Wochen geschlossen, teilte der Konzern bereits am Dienstag mit. Betroffen seien sowohl die Pkw- und Transporter- als auch die Nutzfahrzeug-Produktion. Bis zum Ende dieser Woche sollen die Werke heruntergefahren werden. Auch die Lieferketten, die derzeit nicht komplett aufrechterhalten werden könnten, sollen überprüft werden.

Die wirtschaftlichen Folgen der Maßnahmen ließen sich derzeit noch nicht beziffern. Eine Verlängerung hänge von der weiteren Entwicklung der Lage ab. Wo der Betrieb aufrechterhalten werden müsse, würden Vorkehrungen zum Schutz der Mitarbeiter getroffen, betonte Daimler.

Zudem hat Daimler Ende vergangener Woche seine für den 1. April geplante Hauptversammlung auf unbestimmte Zeit verschoben. Für das Aktionärstreffen wird nun ein neuer Termin Anfang Juli angepeilt.

Das sagen die Analysten

Die US-Investmentbank Goldman Sachs hat das Kursziel für Daimler von 38 auf 32 Euro gesenkt und die Einstufung auf "Sell" belassen. Angesichts der vom Coronavirus-Ausbruch ausgelösten Lieferketten- und Nachfrage-Unterbrechungen wurden die Gewinn- und Absatzschätzungen für das laufende Jahr gekürzt, hieß es in einer Studie vom Mittwoch. Wichtig sei aber die Feststellung, dass die Konzerne wesentlich besser positioniert seien als im Jahr 2007 vor der Finanzkrise.

Das macht die Aktie von Daimler

Die Daimler-Aktie +0,06% ist am Donnerstag mit minus von 2,7 Prozent auf ein weiteres Coronavirus-Krisentief gerutscht. Das neue 52-Wochen-Tief liegt nun bei 21,34 Euro – tiefer stand die Aktie nur nach der Finanzkrise. Angeschlagen sind die Papiere durch die Branchenprobleme allerdings schon länger. Seit dem Zwischenhoch Anfang 2018 verloren sie insgesamt. als zwei Drittel an Wert.

Mit Material von dpaAFX.
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