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Daimler: Vergleich in Diesel-Affäre

| Quelle: finanztreff | Lesedauer etwa 2 min. | Text vorlesen Stop Pause Fortsetzen

Mit 1,9 Milliarden Euro will Daimler den US-Rechtsstreit um angebliche Verstöße gegen Abgasregeln beilegen. Daimler und seiner Tochter Mercedes-Benz USA wurden überhöhte Abgaswerte bei rund 250 000 Dieselwagen vorgeworfen.

Daimler habe laut dem Leiter der Umweltbehörde EPA dubiose Software zur Abgaskontrolle gegenüber den Behörden nicht offengelegt. Das Justizministerium verhängte nach eigenen Angaben ein zivilrechtliches Bußgeld von 875 Millionen Dollar, insgesamt werde der Vergleich Daimler rund 1,5 Milliarden Dollar kosten.

Der Konzern selbst hatte bereits im August verkündet, bezüglich der Rechtskonflikte eine Grundsatzeinigung mit den Behörden und privaten Klägern erzielt zu haben. Jetzt lieferte Daimler weitere Details. Demnach werden zur Beilegung der US-Sammelklagen von Autobesitzern rund 700 Millionen Dollar fällig, so dass sich der rechtliche Befreiungsschlag in den USA insgesamt auf deutlich mehr als zwei Milliarden Dollar summiert.

Kein Schuldeingeständnis

Ob die in den Fahrzeugen verwendete Funktion eine unzulässige Abschalteinrichtung der Abgasreinigung sei, werde in dem Vergleich aber nicht festgestellt, betonte Daimler. "In den Vergleichsvereinbarungen wird explizit festgehalten, dass das Unternehmen die Vorwürfe der Behörden sowie die Ansprüche der Sammelkläger bestreitet und keine Haftung gegenüber den USA, Kalifornien, den Klägern oder in sonstiger Weise einräumt."

Anders als Volkswagen, die 2015 auf Druck der US-Behörden Abgasbetrug im großen Stil eingeräumt hatten, gibt Daimler im Rahmen der Vergleiche kein Schuldeingeständnis ab und muss auch keine Fahrzeuge von Kunden zurückkaufen oder sich künftig durch einen Aufpasser von den US-Behörden überwachen lassen.

Dafür muss Daimler die Autos ähnlich wie in Europa per Software-Update nachbessern, hinzu kommen weitere Umweltmaßnahmen, für die der Konzern zur Kasse gebeten wird. Zusätzlich zum Vergleich rechnet Daimler hier mit Kosten in mittlerer dreistelliger Millionenhöhe.

Das macht die Aktie von Daimler

Für Anleger ist die Beilegung des Rechtsstreits eine Erleichterung. Doch vom Tisch ist das Thema Umwelt noch lange nicht: Nach Einschätzung des Managements dürfte sich in diesem und dem kommenden Jahr die Einhaltung der CO2-Emissionsgrenzwerte am schwierigsten gestalten.

Im vorbörslichen Handel reagiert die Daimler-Aktie -0,43% mit einem leichten Plus von rund einem Prozent auf 46,57 Euro. Für neue Hochs muss jedoch erst die Marke bei 47 Euro durchbrochen werden.

Mit Material von dpaAFX.
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