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Daimler: Wegweisendes Ereignis – Aktie springt an

| Quelle: finanztreff | Lesedauer etwa 2 min. | Text vorlesen Stop Pause Fortsetzen

Anteilseigner von Daimler haben fast einstimmig die Aufspaltung in zwei getrennte Unternehmen für Autos und Nutzfahrzeuge gebilligt. Es habe beim entsprechenden Tagesordnungspunkt eine Zustimmung von 99,9 Prozent gegeben, teilte Aufsichtsratschef Bernd Pischetsrieder am Freitag bei einer außerordentlichen Hauptversammlung mit. Das Treffen fand wegen der Coronabeschränkungen online statt.

Schon länger wurde darüber debattiert, das Lkw-Geschäft in die unternehmerische Selbstständigkeit zu entlassen. Damit soll sich Daimler Truck als der nach eigenen Angaben weltgrößte Nutzfahrzeughersteller mit über 100.000 Mitarbeitern besser entfalten können. Experten erhoffen sich auch mehr Gewinne.

Konzernumbau im Fokus 

Angesichts des tiefgreifenden Umbruchs in der gesamten Branche und milliardenschwerer Investitionen in E-Fahrzeuge geht Daimler nun den Weg der Teilung. Die Neuaufstellung mit neuen Firmen wird dem Vernehmen nach mit einem dreistelligen Millionenbetrag zu Buche schlagen. Angesichts von Wertsteigerungen der Unternehmen sei dies jedoch vertretbar, hieß es in Stuttgart.

Daimler-Vorstandschef Ola Källenius will den Anteilseignern das Trennungsvorhaben mit dem Codenamen "Fokus" erläutern. Die Inhaber von Daimler sollen über neue Aktien von Daimler Truck profitieren – schließlich rechnen sich Profi-Investoren aus, dass die beiden Teile an der Börse getrennt mehr wert sein werden als gemeinsam.

Fragen dürfte es bei dem Sondertreffen zur Zukunft der Autosparte geben. Sie ist zwar größer und ertragreicher als das Lkw- und Busgeschäft. Es gibt aber Befürchtungen, wonach das künftig einzeln geführte Pkw-Geschäft anfälliger für Übernahmeversuche werden könnte. Die Sparte für Autos und Vans soll künftig als Mercedes-Benz Group AG geführt werden. Der Name Daimler AG für die bisherige Dachgesellschaft wird Anfang kommenden Jahres ganz verschwinden.

Hohe Millionenkosten 

Gleichzeitig wird die geplante Aufspaltung in zwei getrennte Unternehmen für Autos und Nutzfahrzeuge rund 700 Millionen Euro kosten. Diese Einmalkosten beträfen unter anderem die Teilung und den Aufbau des Finanzdienstleistungsgeschäfts, sagte Finanzvorstand Harald Wilhelm am Freitag bei der außerordentlichen Hauptversammlung.

Es werden auch steuerliche Belastungen von rund 400 Millionen Euro erwartet, wie Wilhelm erläuterte. Diese sollten aber zu einem großen Teil durch künftige steuerliche Entlastungen ausgeglichen werden. Wilhelm sagte, die Vorteile der Trennung der Konzernsparten überwögen die Nachteile. Daimler will mit der Transaktion den Wert der Einzelunternehmen steigern.

Das macht die Daimler-Aktie 

Bei den Aktionären kommen die Aufspaltungspläne weiter gut an: Am Freitagnachmittag zog die Daimler-Aktie -0,18% zuletzt um 1,2 Prozent auf 77,61 Euro zu. Damit hellte sich das Chartbild leicht auf. Aus charttechnischer Sicht gilt es nun, die 78-Euro-Marke nachhaltig zu überwinden.

Sechs-Monats-Chart Daimler (in Euro)
Mit Material von dpa-AFX.
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