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DAX-Abstieg bringt Lufthansa zu Fall

| Quelle: finanztreff | Lesedauer etwa 2 min. | Text vorlesen Stop Pause Fortsetzen

Jetzt ist es offiziell: Die Lufthansa verliert ihren Platz im DAX. Vom 22. Juni an wird die Fluggesellschaft im MDAX gelistet und vom Immobilienkonzern Deutsche Wohnen ersetzt. Das gab die Deutsche Börse am Donnerstagabend bei der Überprüfung ihrer Aktienindizes bekannt.

Maßgeblich für die Zugehörigkeit zum Kreis der 30 Dax-Konzerne sind Börsenumsatz und Börsenwert eines Unternehmens. Der Kurs der Lufthansa-Aktie war im Sog der Corona-Krise eingebrochen. Darum muss die Fluggesellschaft nun nach fast genau 32 Jahren ununterbrochener Zugehörigkeit ihren Platz im Dax räumen.

Wichtig sind Index-Änderungen vor allem für Fonds, die Indizes exakt nachbilden (physisch replizierende ETFs). Dort muss dann entsprechend umgeschichtet werden, was Einfluss auf die Aktienkurse haben kann. Die Zugehörigkeit zum DAX ist aber auch eine Frage von Prestige: Gerade für internationale Investoren ist der Leitindex das Aushängeschild der deutschen Wirtschaft.

Die Lufthansa war in der Corona-Krise schwer unter Druck geraten, weil seit Monaten kaum noch Flugverkehr möglich ist. In dem Konzern mit etwa 138.000 Beschäftigten stehen deswegen Tausende Jobs auf der Kippe. Die Bundesregierung hat ein Hilfspaket geschnürt, das verschiedene Hilfen und Eigenkapitalmaßnahmen in einer Gesamthöhe von neun Milliarden Euro vorsieht. Im Gegenzug soll der staatliche Wirtschaftsstabilisierungsfonds (WSF) 20 Prozent der Aktien übernehmen. Außerdem ist vorgesehen, dass der Bund zwei Posten im 20-köpfigen Aufsichtsrat der Lufthansa besetzt. Die Aktionäre der Lufthansa müssen auf einer außerordentlichen Hauptversammlung am 25. Juni noch grünes Licht für das Paket geben.

Das macht die Aktie der Lufthansa

Der Abstieg der Lufthansa in den MDAX macht sich am Freitagmorgen vorbörslich deutlich bemerkbar. Die Lufthansa-Aktie fällt zeitweise über sieben Prozent. Zudem schreibt das Analysehaus Bernstein Research, dass das schlimmste Szenario für die Fluggesellschaft auch im Fall der Zustimmung der Aktionäre für die staatliche Rettung noch nicht vom Tisch sei. Die Lufthansa sitze auf einem großen Schuldenberg und es werde lange dauern, diesen abzubauen, was das Verpassen langfristiger strategischer Möglichkeiten bedeuten könnte.

Mit Material von dpaAFX.
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