DAX®15.448,04-1,78%TecDAX®3.489,37-0,53%Dow Jones 3033.290,08-1,58%Nasdaq 10014.049,58-0,81%
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DAX und Co mit Ausverkauf am Vatertag

| Quelle: finanztreff | Lesedauer etwa 2 min. | Text vorlesen Stop Pause Fortsetzen

Inflationssorgen sorgen am Donnerstag am deutschen Aktienmarkt für fallende Kurse. Der unerwartet kräftige Anstieg der US-Verbraucherpreise hatte am Vortag einen Ausverkauf an der Wall Street befeuert. In diesem Sog rutschen am Himmelfahrts-Tag auch DAX, MDAX und TecDAX. Der Leitindex notiert am Vormittag tief unter der 15.000er-Marke.

Der DAX -1,78% notiert mehr als zwei Prozent unter Vortagsschluss bei nun 14.830 Zählern und damit unter der 50-Tage-Linie, die derzeit bei 14.936 Punkten verläuft. Für den MDAX -0,58% der mittelgroßen Werte geht es etwas weniger rabiat auf 31.095 Punkte bergab.

Der für April gemeldete höchste Anstieg der US-Verbraucherpreise seit September 2008 hatte die Kurse an der Wall Street gestern weiter einbrechen lassen. Die asiatischen Märkte folgten den schwachen Vorgaben tief in die Verlustzone. In diesem Sog verlor auch der Eurozonen-Leitindex EuroStoxx 50 -1,80% am Vatertag-Vormittag über zwei Prozent auf 3.864 Zähler.

Sechs-Monats-Chart DAX (Xetra)


An den US-Märkten grassiert die Angst, dass der Preisdruck die Erholung der größten Volkswirtschaft der Welt im Keim ersticken könnte. Denn die US-Notenbank könnte dann womöglich schneller als gedacht an der Zinsschraube drehen, was Aktien im Vergleich zu Anleihen weniger attraktiv machen und Finanzierungskonditionen für Unternehmen verschlechtern könnte. "Immer mehr Investoren nehmen das Risiko eines früheren Endes der ultralockeren Geldpolitik ernst", schrieb Marktanalyst Milan Cutkovic.

Michael Hewson von CMC Markets verwies darauf, dass der hohe Inflationsanstieg zu großen Teilen dem statistischen Basiseffekt geschuldet sei angesichts der durch die Pandemie verursachten Preisverwerfungen. Er hält die Sorgen der Anleger daher für verfrüht. Bis zur Veröffentlichung der US-Erzeugerpreise in den USA im späteren Handelsverlauf dürfte es an den Märkten jedoch keine Entwarnung geben, glaubt der Marktbeobachter.

Im DAX gab es am Vormittag nur Kursverlierer. Unternehmensnachrichten waren Mangelware. Wegen des Feiertags hatte die Berichtssaison bereits zur Wochenmitte ihren Höhepunkt erreicht. Als defensiv geltende Pharmawerte wie Merck KGaA +0,19% und Fresenius -0,82% schlugen sich mit Abschlägen von rund einem halben Prozent noch am besten. An der MDAX-Spitze erholten sich Telefonica Deutchland +0,99% mit fast zwei Prozent Kursplus vom jüngsten Kursknick infolge der Quartalszahlen.

Zahlreiche Vertreter im DAX & Co werden zudem ex Dividende gehandelt, darunter etwas Adidas -0,66%, SAP -0,19% und BMW -0,29%, aber auch Software AG +0,48%, Pfeiffer Vacuum -2,09%, Deutsche Pfandbriefbank -0,16% und Nemetschek +2,12%. (Mit Material von dpa-AFX)

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