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Delivery Hero: Comeback in Deutschland geplant

| Quelle: finanztreff | Lesedauer etwa 3 min. | Text vorlesen Stop Pause Fortsetzen

Rund zwei Jahre nach dem Verkauf seines Deutschland-Geschäfts will der Online-Lieferdienst Delivery Hero mit der Marke Foodpanda hierzulande wieder Fuß fassen. Ab August wolle der DAX-Konzern unter der Marke Foodpanda sowohl Essensauslieferungen als auch die zeitnahe Zustellung von Alltagsgegenständen anbieten, teilte Delivery Hero am Mittwoch in Berlin mit. 

"Wir haben immer ein Auge auf Deutschland gehabt und sehen enorme Möglichkeiten, das Kundenerlebnis zu verbessern", sagte Foodpanda-Chef Artur Schreiber. Bereits im Juni solle eine Beta-Phase anlaufen. Der Markt für Lieferungen in Deutschland befinde sich noch im frühen Stadium, argumentierte Delivery-Hero-Chef Niklas Östberg. "Wir schaffen beispielsweise in Taiwan mehr als doppelt so viele Bestellungen wie die gesamte Konkurrenz zusammen. Und in Taiwan leben 20 Millionen Menschen, in Deutschland 80 Millionen."

Starkes Asiengeschäft

Foodpanda ist bislang vor allem im asiatischen Raum stark vertreten. Neben Singapur, Malaysia und Thailand kam im Herbst noch Japan hinzu. Das Unternehmen liefert nicht nur Essen, sondern will auch Alltagsgegenstände binnen weniger Minuten von lokalen Geschäften direkt zum Kunden liefern. Alle Dienstleistungen sollen in einer App kombiniert angezeigt werden. 

Zunächst nur in Berlin

Nach dem Start in Berlin will Foodpanda auch in weiteren deutschen Städten seinen Service anbieten. Details nannte das Unternehmen auch auf Nachfrage nicht. Neben dem finnischen Start-Up Wolt, das mittlerweile in Berlin, Frankfurt und München aktiv ist, startete zuletzt auch der Taxi-Konkurrent Uber sein Essenslieferangebot Uber Eats in Berlin. Im Bereich Q-Commerce tritt Delivery Hero unterdessen gegen andere Fahrradkuriere wie Flink und Gorillas an, die eine Zustellung innerhalb von zehn Minuten versprechen.

Schneller als die Konkurrenz

Diesen Wert wollen die Berliner unterbieten: Essen und Produkte sollen in sieben Minuten beim Kunden sein. Damit das klappt, will Delivery Hero auch kleinere Lagerhäuser in den Innenstädten, sogenannte Dmarts, in Betrieb nehmen. Weltweit zählte der Konzern in den ersten drei Monaten des Jahres 600 solcher Geschäfte. Außerdem plant der Dax-Konzern den Start von sogenannten Cloud Kitchens - also Restaurants, die ausschließlich Gerichte für Lieferungen oder zum Abholen kochen. 

Das macht die Aktie von Delivery Hero 

Anlegern schmeckte die Ankündigung gar nicht. Die Delivery-Hero-Aktie sackte gegen Mittag auf bis zu 3,4 Prozent ab und landete damit am Ende des Dax. Die Aktie bewegte sich damit auf dem Niveau von Anfang April. Am Nachmittag konnten die Papiere das Minus jedoch auf 2,2 Prozent bei 111,45 Euro verringern. 

Analyst Marcus Diebel von der US-Bank JPMorgan kommentierte, dass Delivery Hero in dem Bereich dennoch sein "Top Pick" bleibe. Vorsichtig sei er hingegen beim niederländischen Konkurrenten Just Eat Takeaway, da dessen Monopolstellung in Deutschland aufgrund der neuen Konkurrenz langsam bröckele.

Sechs-Monats-Chart Delivery Hero (in Euro)
Mit Material von dpa-AFX.
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