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Delivery Hero: Nur Wachstum zählt

| Quelle: finanztreff | Lesedauer etwa 3 min. | Text vorlesen Stop Pause Fortsetzen

Der Nachfrage-Boom infolge der Corona-Pandemie lässt den Lieferdienst Delivery Hero hoffnungsvoll in das laufende Jahr blicken. Der Dax-Konzern setzt weiter ganz auf Wachstum und nimmt dafür hohe Verluste in Kauf. "Wir wollen Marktführer in den Ländern werden, in denen wir bereits aktiv sind", sagte Konzernchef und Mitgründer Niklas Östberg am Mittwoch. 

Insgesamt profitierte Delivery Hero in den ersten drei Monaten des Jahres weiter von einer starken Nachfrage. So stieg die Zahl der Bestellungen auf vergleichbarer Basis um 88 Prozent auf 663 Millionen, der Bruttowarenwert legte verglichen mit dem Vorjahr ähnlich stark zu auf 7,8 Milliarden Euro. Der Umsatz war mit knapp 1,4 Milliarden Euro doppelt so hoch.

Unter dem Strich steht ein Milliardenverlust

Zahlen zum Quartals-Nettoergebnis nannte das Unternehmen nicht. Diesen Wert gab es aber jetzt erstmals für das vergangene Jahr - und der ist tiefrot. Alles in allem lag das Minus 2020 bei 1,4 Milliarden Euro, unter anderem weil Finanzierungskosten für den südkoreanischen Woowa-Deal das Ergebnis belasteten. Zudem lagen die Abschreibungen mit rund 640 Millionen Euro mehr als vier Mal so hoch als noch im Jahr zuvor. 

Rasantes Wachstum angepeilt

Der in Berlin ansässige Konzern ohne eigenes Deutschland-Geschäft profitiert weiter davon, dass Menschen in der Corona-Pandemie verstärkt Essen und Waren nach Hause bestellen. Das Management sieht daher gute Chancen dafür, den Jahresumsatz verglichen mit dem Vorjahr auf 6,1 bis 6,6 Milliarden Euro in etwa zu verdoppeln. 

Zudem soll der Bruttowarenwert (GMV) auf 31 bis 34 Milliarden Euro steigen. Im vergangenen Jahr hatte der Bruttowarenwert bei knapp 22 Milliarden gelegen. Damit liegen die eigenen Ziele des Unternehmens deutlich über denen der Analysten.

Break-Even in weiter Ferne 

Für das laufende Geschäftsjahr rechnet der DAX-Konzern mit einem bereinigten Verlust vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen von rund 465 bis 680 Millionen Euro - nach knapp 570 Millionen Euro im Vorjahr. "Ob wir 2022 oder 2023 positiv werden, hängt davon ab, wie viele Gelegenheiten für gute Investitionen sich noch ergeben", sagte der Konzernchef Östberg. 

Das macht die Aktie von Delivery-Hero

An der Börse sorgten die Quartalszahlen nur kurz für Verstimmung und danach für Begeisterung. Nach einem anfänglichen Minus legte das Papier am Mittag bis zu neun Prozent auf 140 Euro zu. Befürchtungen vor Gewinnmitnahmen vom frühen Vormittag bestätigten sich nicht: Die Anleger legten den Fokus ganz auf die Wachstumsaussichten. Die Delivery-Hero-Aktie  hatte bereits in den vergangenen Wochen wieder deutlich angezogen, nachdem es Anfang Februar unter anderem wegen einer Ankündigung einer Abschreibung auf die Übernahme in Südkorea bis auf die Marke von 100 Euro zurückgefallen war.

Sechs-Monats-Chart Delivery Hero (in Euro)
Mit Material von dpa-AFX.
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