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Deutsche Bank: Eine echte Überraschung

| Quelle: finanztreff | Lesedauer etwa 4 min. | Text vorlesen Stop Pause Fortsetzen

Die Deutsche Bank +2,42% nennt erste Details zu den Zahlen des ersten Quartals – und eines wird dabei schnell klar: Die krisengeplagte Bank ist viel besser als erwartet ins Jahr gestartet. Das gefällt den leidgeprüften Anlegern

In den ersten drei Monaten habe die Bank ein Ergebnis vor Steuern von 206 Millionen Euro sowie einen Gewinn von 66 Millionen Euro erzielt, teilte die Geschäftsführung am späten Sonntagabend in Frankfurt mit. Damit ging der Gewinn im Vergleich zum ersten Quartal zwar zurück, fiel aber deutlich besser aus, als die vom Unternehmen befragten Analysten erwartet hatten. Diese hatten wegen der Folgen der Corona-Krise mit einem Verlust gerechnet.

Überrascht haben vor allem die hohen Erträge, die mit 6,4 Milliarden Euro sogar etwas höher ausfielen als vor einem Jahr. Mögliche Treiber für die positive Ertragsentwicklung könnte aber eine hohe Nachfrage bei der Kreditvergabe oder anderen Finanzierungsformen von Unternehmen infolge der Corona-Krise gewesen sein. Details zu den ersten Zahlen will die Deutsche Bank am Mittwoch nennen.

Probleme bereitet die Corona-Pandemie allerdings bei der Vorsorge für mögliche Kreditausfälle. Die Bank musste deshalb die Risikovorsorge in den ersten drei Monaten auf rund eine halbe Milliarde Euro erhöhen – vor einem Jahr hatte der Wert noch 140 Millionen Euro betragen. Auch bei den Zielen für den Kapitalpuffer und die Verschuldungsquote sorgen die Folgen der Corona-Krise für Schwierigkeiten – diese sollen aber nur vorübergehend sein.

"Angesichts der Chancen für zusätzliches Geschäft, erhöhter Nachfrage von Kunden und des derzeitigen gesamtwirtschaftlichen Umfelds überprüft die Deutsche Bank ihre Ziele für die harte Kernkapitalquote und die Verschuldungsquote in diesem Jahr", hieß es in der Mitteilung. Der Vorstand habe daher beschlossen, dass die Kapitalquote vorübergehend den Zielwert unterschreiten darf, um Kunden und die Wirtschaft insgesamt in der aktuellen Krisensituation zu unterstützen."

Ziele wurden bestätigt

Die Bank betonte, dass die Kapitalausstattung nach wie vor gut sei und deutlich über den Anforderungen der Regulierer liegt. Dies soll auch weiter so bleiben. "Da die genannten Kapitaleffekte als vorübergehend angesehen werden, arbeitet die Bank für das Jahr 2022 weiterhin auf das Ziel einer harten Kernkapitalquote von 12,5 Prozent und einer Leverage Ratio (Verschuldungsquote) von 5 Prozent hin."

Die Bank bekräftigte zudem ihre übrigen Finanzziele. "Dazu gehört, die bereinigten Kosten ohne Umbaubelastungen und die erstattungsfähigen Kosten im Zusammenhang mit dem Hedgefondsgeschäft, das an BNP Paribas übertragen wird, 2020 auf 19,5 Milliarden Euro zu senken", hieß es weiter.

Das macht die Aktie der Deutschen Bank

Am Finanzmarkt kamen die Nachrichten gut an. Der zuletzt vom Corona-Crash arg gebeutelte Kurs der Deutsche-Bank-Aktie legte zum Handelsstart fast sieben Prozent zu. Seit dem Jahreswechsel hatte das Papier zuvor allerdings ähnlich wie der deutsche Leitindex Dax +2,84% gut rund ein Fünftel an Wert verloren und war am Freitagabend mit 5,451 Euro aus dem Handel gegangen - ein gutes Stück über ihrem Rekordtief von 4,4485 Euro von Mitte März.

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