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Deutsche Bank: Gute Strategie aber kein Kurspotenzial

| Quelle: finanztreff | Lesedauer etwa 3 min. | Text vorlesen Stop Pause Fortsetzen

Vor genau einem Jahr hat die Deutsche Bank ihren radikalen Umbauplan präsentiert. Analysten sehen zwar erste Erfolge und bewerten die Strategie positiv – trauen aber der Aktie keine Kursgewinne zu.

Die Hoffnung, dass die Deutsche Bank dank des Radikalumbaus nach fünf Verlustjahren in Folge 2020 endlich aus der Krise kommen könnte, ist aufgrund der Corona-Krise dahin. Analysten rechnen für das Gesamtjahr erneut mit einem Milliardenminus von fast 1,8 Milliarden Euro.

Der Vorstand sieht sich dennoch in seinem Kurs bestätigt. "Bislang sind wir im Zeitplan oder sogar besser. Die Ziele für 2022 stehen", betonte Fabrizio Campelli, der im Vorstand für die Umsetzung der neuen Strategie verantwortlich ist, Anfang Juli im "Handelsblatt". "Wir sind zum Beispiel sehr zuversichtlich, dass wir die bereinigten Kosten bis Ende dieses Jahres um zwei Milliarden Euro auf 19,5 Milliarden Euro verringern werden."

Sicher mache die Pandemie die Umsetzung der Strategie komplexer, räumte Campelli ein - aber die Strategie funktioniere. "Das haben die vergangenen Monate gezeigt." Binnen kürzester Zeit wurden der komplette Aktienhandel des Hauses geschreddert, das riskante Investmentbanking gestutzt und die Eingliederung der Postbank vorangetrieben. "Und gleichzeitig konnten wir unsere Erträge in der Kernbank im ersten Quartal um sieben Prozent steigern", betonte Campelli.

Analysten bleiben skeptisch

Auch wenn der Radikalumbau der Deutschen Bank bei Analysten auf positives Echo stieß, betrachten die Experten den Konzern mit Skepsis. Von den 14 erfassten Experten, die sich seit Mitte April zur Deutschen Bank geäußert haben, rät kein einziger zum Kauf der Aktie. Sechs Analysten raten zum Halten, die Mehrheit von acht Experten empfiehlt, sich von der Deutschen Bank zu trennen.

Mit Blick auf die Kursziele erscheint dieser Rat nur folgerichtig. Im Schnitt schreiben die Experten dem Papier ein Kursziel von knapp sechs Euro zu, und der Kurs liegt inzwischen weit über diesem Wert. Zudem hat keiner hat ein Kursziel von mehr als acht Euro auf dem Zettel.

So wertet DZ-Bank-Analyst Markus Mischker die bisher erreichten Erfolge beim Umbau der Deutschen Bank zwar positiv. Allerdings bleibe das Institut eine im Bank im Restrukturierungsmodus und Rückschläge seien bei einem ungünstigeren Verlauf der Corona-Krise nicht auszuschließen. Zudem hat die Aktie hat aus seiner Sicht zuletzt bereits deutlich zugelegt – und auch sein bereits erhöhtes Kursziel von acht Euro überschritten.

Noch skeptischer äußerte sich Eoin Mullany von der Privatbank Berenberg, der dem Papier nur ein Kursziel von 4,50 Euro zuschreibt und zum Verkauf rät. Das Institut habe in puncto Kapital von regulatorischen Aspekten profitiert. Die Handelserträge hätten sich jedoch zuletzt weiterhin schlechter entwickelt als jene der Konkurrenz.

Mit Material von dpaAFX.
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