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Deutsche Bank: Konzernumbau schreitet voran

| Quelle: finanztreff | Lesedauer etwa 2 min. | Text vorlesen Stop Pause Fortsetzen

Nach vielen Krisenjahren kann sich Deutsche Bank in der Corona-Krise behaupten. Weil der Dax-Konzern seit Mitte 2019 in einem grundlegenden Umbau steckt, hatte Vorstandschef Christian Sewing das Jahr 2020 bereits vor dem Ausbruch der Pandemie zu einem Übergangsjahr erklärt. Trotzdem hält er bislang an dem Ziel fest, das Corona-Jahr zumindest vor Steuern mit einem Gewinn abzuschließen. 

Nach mehreren Verlustjahren, mehreren Chefwechseln und Strafen in Milliardenhöhe hat die Deutsche Bank +0,59% im vergangenen Jahr einen grundlegenden Umbau ihres Geschäfts eingeleitet. 

Der 2018 angetretene Vorstandschef Christian Sewing hat vor allem die hauseigene Investmentbank stark zusammengekürzt. Aus dem Aktienhandel hat sich die größte Deutsche Bank komplett zurückgezogen. Zudem soll die Zahl der Vollzeitstellen im Konzern bis Ende 2022 um etwa 18.000 auf weltweit 74.000 sinken. Zum Ende des ersten Halbjahres 2020 lag die Zahl der Vollzeitstellen bei 86.824.

Mitten in der heißen Phase des Umbaus muss das Geldhaus auch noch die Folgen durch die Corona-Krise bewältigen. In den Monaten April bis Juni erwirtschaftete sie vor Steuern zwar einen Gewinn von 158 Millionen Euro nach einem Verlust von 946 Millionen Euro ein Jahr zuvor. Auf die Aktionäre entfiel unter dem Strich jedoch ein Minus von 77 Millionen Euro, nachdem der teure Radikalumbau dem Institut ein Jahr zuvor einen Verlust von 3,3 Milliarden Euro eingebrockt hatte.

Zudem hält Sewing angesichts der diskutierten Übernahmewelle in der Branche eine Fusion oder den Zukauf eines anderen Geldhauses bald für denkbar. Derzeit konzentriere sich das größte deutsche Kreditinstitut aber noch auf den Umbau, sagte er Anfang Oktober dem Sender Bloomberg TV. Dieser solle bis zum Jahreswechsel aber größtenteils abgeschlossen sein.

Für das laufende Jahr hat der Manager die Hoffnung auf einen Vorsteuergewinn bisher nicht aufgegeben. Nachdem die Bank im ersten Halbjahr vor Steuern schwarze Zahlen geschrieben habe, lasse er sich nicht von dem Ziel abbringen, dies auch im Gesamtjahr zu erreichen, hatte Sewing Anfang September gesagt.

Das macht die Aktie der Deutschen Bank

Die Papiere der Deutschen Bank +0,59% zählen am Dienstag zu den stärksten Titel im DAX -0,04%. Seit dem Jahresbeginn legte die Aktie inzwischen um rund zehn Prozent zu. Gegenüber dem Corona-Tief beträgt das Plus rund 82 Prozent.  

Zwölf-Monats-Chart Deutsche Bank in Euro
Mit Material von dpa-AFX.
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