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Deutsche Bank: Potenzial ja – aber nicht für die Aktie

| Quelle: finanztreff | Lesedauer etwa 2 min. | Text vorlesen Stop Pause Fortsetzen

Die Deutsche Bank hat auf einem Investorentag am Mittwoch auf zusätzliches Einsparpotenzial hingewiesen. Bei den Anlegern kommt diese Ankündigung jedoch nicht gut an – die Aktie der Deutschen Bank dreht ins Minus.

Weiteres Einsparpotenzial sieht das Management unter anderem in der konzerneigenen Abbaueinheit (Capital Release Unit/CRU), mit deren Hilfe die Deutsche Bank ihre Bilanz entlastet. Zudem will das Geldhaus positive Erfahrungen mit Homeoffice und Videokonferenzen in die Zeit nach der Pandemie mitnehmen: Die Corona-Krise habe "noch weiteres Einsparpotenzial deutlich gemacht – vor allem mit Blick auf Büroraum und Reisen", erklärte Vorstandschef Christian Sewing.

Die Deutsche Bank will daher seine um Aufwendungen für den Konzernumbau bereinigten Kosten bis 2022 nun auf 16,7 Milliarden Euro senken. Bisher hatte das Management die Marke von 17 Milliarden Euro genannt.

Für das laufende Jahr erwartet das Management, dass das Zwischenziel bei den bereinigten Kosten von 19,5 Milliarden Euro erreicht wird. 2021 sollen die Kosten dann bereits auf etwa 18,5 Milliarden Euro sinken.

Konzernumbau geht voran

Nach einer Serie von Verlustjahren läuft bei der Deutschen Bank seit Mitte 2019 ein tiefgreifender Konzernumbau. Das Institut hat sich aus einigen Geschäftsfeldern zurückgezogen, das Investmentbanking wurde verkleinert. Zudem soll bis Ende 2022 die Zahl der Vollzeitstellen im Konzern um etwa 18.000 auf weltweit 74.000 verringert werden. Auch das Filialnetz der Deutschen Bank in Deutschland wird um gut 100 Standorte auf 400 geschrumpft.

Steigende Erträge und Aussicht auf Gewinn

"Wir werden auch in dieser dritten Phase unserer Transformation diszipliniert bei den Kosten und der Risikosteuerung bleiben", bekräftigte Sewing. "Gleichzeitig geht es jetzt aber auch um Wachstum bei den Erträgen und nachhaltige Profitabilität." In den ersten neun Monaten des Jahres habe die Bank in ihren Kerngeschäftsfeldern die Erträge gegenüber dem Vorjahr um acht Prozent gesteigert. "Dieser positive Trend hat sich im vierten Quartal fortgesetzt", sagte Sewing.

Sewing bekräftigte, die Deutsche Bank werde "dieses turbulente Jahr aller Voraussicht nach mit einem Vorsteuergewinn abschließen". Ob Deutschlands größtes Geldhaus im Gesamtjahr 2020 auch unter dem Strich schwarze Zahlen schreiben wird, ließ der Vorstand bislang offen.

Das macht die Aktie der Deutschen Bank

Die Deutsche-Bank-Aktie +0,19% konnte von den Ankündigungen nicht profitieren – im Gegenteil. Nach Bekanntwerden büßte das Papier seine Kursgewinne vom Morgen ein und gehörte am Nachmittag mit einem Minus von 0,5 Prozent zu den schwächsten DAX-Werten.

Mit Material von dpaAFX.
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