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Deutsche Bank: Quartalszahlen im Fokus

| Quelle: finanztreff | Lesedauer etwa 3 min. | Text vorlesen Stop Pause Fortsetzen

Am Mittwoch veröffentlicht die Deutsche Bank ihre Zahlen zum zweiten Quartal – ein Quartal, in dem die Bankenbranche erneut mit schweren Belastungen zu kämpfen hatte. Dennoch steuert die Deutsche Bank in diesem Jahr auf Milliardengewinne zu.

Wenn die Deutsche Bank +0,81% an diesem Mittwoch (28. Juli) seine Ergebnisse für das zweite Quartal vorlegt, dürften sich die Beobachter an die Rede des Konzernchefs Christian Sewing bei der Hauptversammlung Ende Mai erinnern. Hier sprach er von einem "weiterhin guten Geschäftsverlauf", was die Erwartung bestärke, im laufenden Jahr Erträge "auf dem hohen Niveau des vergangenen Jahres" zu erreichen.

Dabei kommt das Management mit der Umsetzung der Strategie voran. "Nach drei Jahren sind wir noch nicht am Ziel - aber wir sind sehr weit vorangekommen", bilanzierte Sewing bei dem Aktionärstreffen. "Wir haben noch Baustellen - wir haben aber auch viele Baustellen bereits schließen können." So hat die Bank in diesem Frühjahr ihr Führungsteam umgebaut und auch der Filial- und Stellenabbau geht weiter. Bis 2022 sollen insgesamt rund 18.000 Vollzeitstellen wegfallen, so dass weltweit noch 74.000 bleiben.

BGH-Urteil sorgt für Aufregung

Allerdings brachte das zweite Quartal einen herben Schlag für die deutsche Bankenbranche. So entschied der Bundesgerichtshof Ende April in einem Verfahren um die Deutsche-Bank-Tochter Postbank, dass Banken bei Änderungen ihrer AGB die Zustimmung der Kunden einholen müssen. Die Klausel, wonach Geldhäuser von einer stillschweigenden Zustimmung ausgehen können, wenn Kunden einer Änderung nicht binnen zwei Monaten widersprechen, benachteilige Kunden unangemessen.

Das Urteil versetzte die Branche in Aufregung. Die Deutsche Bank rechnet in der Folge mit einer Belastung in Höhe von rund 300 Millionen Euro. Für mögliche Rückforderungen wollte das Institut im zweiten Quartal 100 Millionen Euro zurückstellen. Zudem geht der Vorstand davon aus, dass die Erträge des Konzerns im zweiten und dritten Quartal um jeweils etwa 100 Millionen Euro niedriger ausfallen werden.

Für den anstehenden Quartalsbericht erwarten die Analysten keine weiteren negativen Überraschungen, sondern eine sich weiterhin stabilisierende Bank. Die von dem DAX-Konzern selbst bis 20. Juli befragten Analysten erwarten für das zweite Quartal Erträge von gut sechs Milliarden Euro, knapp vier Prozent weniger als im Vorjahreszeitraum. Da hatten die sprudelnden Geldströme aus der Investmentbank angesichts des Börsen-Hypes rund um die Corona-Krise für Aufschwung gesorgt.

Das macht die Aktie der Deutschen Bank

Das BGH-Urteil hatte der Deutsche-Bank-Aktie nochmal einen Dämpfer auf unter zehn Euro verpasst. Der Trend bleibt aber positiv. Im zweiten Quartal stieg der Aktienkurs zeitweise auf über 12 Euro und damit so hoch wie seit dem Frühjahr 2018 nicht mehr. Im bisherigen Jahresverlauf gehört die Aktie mit einem Plus von rund 18 Prozent zu den Gewinnern im DAX.

Mit Material von dpaAFX.
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