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Deutsche Bank sieht Potenzial

| Quelle: finanztreff | Lesedauer etwa 2 min. | Text vorlesen Stop Pause Fortsetzen

Obwohl die Risikovorsorge massiv aufgestockt wird, will die Deutsche Bank die Corona-Krise ganz ohne Kapitalerhöhung überstehen. Da freut man sich über ungeahntes Sparpotential – an den Aktienmärkten schlägt diese Zuversicht jedoch nicht durch.

Die Deutsche Bank sieht sich trotz der Corona-Krise und der angekündigten Aufstockung der Kreditrisikovorsorge krisenfest aufgestellt. "Wir haben genügend Kapital, um schwere Wirtschaftskrisen durchzustehen", sagte der für das Risikomanagement verantwortliche Konzernvorstand Stuart Lewis der "Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung". Die derzeit absehbaren Belastungen werde die Deutsche Bank wegstecken können, ohne die Eigenkapitalbasis übermäßig zu schwächen.

Das Frankfurter Geldhaus hatte erst vor wenigen Tagen angekündigt, im zweiten Quartal mehr Geld für faule Kredite in der Corona-Krise zurückzulegen. Die Risikovorsorge werde voraussichtlich um 800 Millionen Euro aufgestockt, hieß es seitens der Bank. Dabei hatte Finanzchef James von Moltke aber auch betont, dass der Konzern in der Spur bleibt: "Wenn wir durch diese Krise durch sind, werden wir zeigen, dass wir nicht von unserem strategischen Weg abgekommen sind."

Zusätzliches Sparpotential

Dieser strategische Weg beinhaltet auch umfangreiche Sparmaßnahmen. Laut einem Bericht des "Handelsblatt" will die Deutsche Bank im Zuge der bereits bekannten Neuordnung des internationalen Privatkundengeschäfts nun zusätzliches Geld sparen.

Die Zusammenführung des Geschäfts mit Vermögenskunden sowie des internationalen Geschäfts mit Privatkunden soll ein zusätzliches Sparpotenzial von 100 Millionen Euro eröffnen. Dabei geht es um Kostensenkungen, die über die zum Investorentag im Dezember angekündigten Einsparungen hinausgingen.

Die Bank hatte die Schaffung der neuen Einheit erst jüngst angekündigt. Sie umfasst das Geschäft mit vermögenden Kunden weltweit sowie mit kleinen und mittelgroßen Unternehmen und Privatkunden in Italien, Spanien, Belgien und Indien. Die neue Internationale Privatkundenbank wird damit zur zweiten Säule der Privatkundenbank, die einer der vier Kerngeschäftsbereiche des Konzerns ist.

Das macht die Aktie der Deutschen Bank

Die zuversichtlichen Aussagen der Geschäftsführung können der Aktie der Deutschen Bank -0,66% am Montag im vorbörslichen Handel keinen Auftrieb geben. Im unsicheren Marktumfeld fällt das DAX-Papier vorbörslich um zwei Prozent auf 8,17 Euro zurück. Damit liegt die Aktie nur noch knapp über der 8-Euro-Marke, die erst Ende Mai überwunden wurde.

Mit Material von dpaAFX.
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