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Deutsche Bank und Commerzbank am Abgrund – Was kann die EZB tun?

| Quelle: finanztreff | Lesedauer etwa 2 min. | Text vorlesen Stop Pause Fortsetzen

Die Aktien europäischer Banken kennen aktuell nur den Weg nach unten. So verliert die Aktie der Deutschen Bank am Donnerstag satte 8,6 Prozent, die Commerzbank-Aktie gibt 8,5 Prozent ab. Jetzt ruft der Bankenverband um Hilfe – doch was kann die EZB eigentlich noch tun?

Europas Banken bitten die Aufsichtsbehörden laut Kreisen wegen der Ausbreitung des neuartigen Coronavirus um Erleichterungen. Die Finanzinstitute wollten sich durch aufgeweichte Regeln den Spielraum verschaffen, mit den Folgen des Coronavirus fertigzuwerden, berichtete die Nachrichtenagentur Bloomberg. Die Lobbyorganisation schlägt demnach Maßnahmen wie das Herabsenken der notwendigen Liquiditäts- und Kapitalpolster und weniger scharfe Regeln für faule Kredite vor.

Das kann die EZB tun

Die Erwartungen sind groß, dass der Rat der EZB bei seiner Sitzung (Beschlussbekanntgabe Donnerstag 13.45 Uhr) ein Notfallpaket schnüren wird. Volkswirte halten die Spielräume allerdings für begrenzt.

Spielraum sehen Ökonomen beim Negativzins, den Banken zahlen müssen, wenn sie Geld bei der EZB parken. Dieser liegt seit September bei minus 0,5 Prozent und könnte weiter gesenkt werden. Dies würde den Druck auf Banken erhöhen, Gelder in Form von Krediten auszureichen und damit die Wirtschaft anzukurbeln.

In den vergangenen Jahren bot die EZB Geschäftsbanken mehrmals Langfristkredite zu besonders günstigen Konditionen an. Diese sind so gestaltet, dass Banken Anreize erhalten, Darlehen an Unternehmen und Verbraucher herauszugeben. Im Fachjargon heißen solche gezielten Langfristkredite "Targeted Longer-Term Refinancing Operations" (TLTRO). Bei der jüngsten Auflage solcher Notenbankkredite war die Nachfrage der Banken allerdings eher gering.

Der Zins im Euroraum liegt bereits auf dem Rekordtief von null Prozent – seit nunmehr vier Jahren. Ökonomen halten eine Senkung in den negativen Bereich für unwahrscheinlich. Ohnehin ist nicht ausgemacht, dass eine weitere Verringerung der bereits historisch niedrigen Zinsen den Konsum und damit die Gesamtwirtschaft ankurbeln würde.

Das machen die Aktien der Deutschen Bank und der Commerzbank

Anleger warten ab, ob die EZB wieder Stabilität in die europäische Finanzbranche bringen kann. Angesichts der teils heftigen Kursverluste scheint der Markt jedoch eher vom Gegenteil auszugehen.

Die Aktie der Deutschen Bank verliert satte 8,6 Prozent und markiert im heutigen Handel ein neues Rekordtief bei 5,40 Euro. Die Aktie der Commerzbank gibt 8,5 Prozent ab und hat damit ebenfalls ein Rekordtief bei 3,58 Euro erreicht. Die Titel gehören damit zu den schwächsten Werten in DAX beziehungsweise MDAX.

Mit Material von dpaAFX.
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