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Deutsche Bank wagt einen Ausblick

| Quelle: finanztreff | Lesedauer etwa 2 min. | Text vorlesen Stop Pause Fortsetzen

Die Deutsche Bank hat die endgültigen Jahreszahlen veröffentlicht und die Gelegenheit genutzt, um in die Zukunft zu schauen. Das Management sieht zwar weitere Wolken am Horizont aufziehen – doch immerhin sei man jetzt besser vorbereitet.

Soll heißen: Die Deutsche Bank sieht sich mit Blick auf die Corona-Krise besser für wirtschaftliche Turbulenzen gerüstet als vor einem Jahr. Allerdings sei es derzeit "noch nicht möglich, sämtliche Folgen für die Gesamtwirtschaft abzuschätzen", sagte Vorstandschef Christian Sewing am Freitag. Ein anhaltender Abschwung könnte die Bank "in erheblicher Weise" negativ beeinträchtigen, heißt es im Ausblick des Finanzberichts.

So könnte sich die Krise auf die wichtigsten Leistungsindikatoren und Risikokennzahlen des Instituts auswirken. Der Einfluss lasse sich aufgrund der bisherigen Unsicherheiten bisher nicht beziffern, "weder in Bezug auf die Richtung noch auf die Ausprägung".

Die Deutsche Bank peilt für die kommenden Jahre eine harte Kernkapitalquote von mindestens 12,5 Prozent an. Im Jahr 2022 soll die Rendite auf das materielle Eigenkapital acht Prozent erreichen. Die Prognosen enthielten aber keine möglichen Folgen der Coronavirus-Pandemie, hieß es.

Vergangenes Jahr im Überblick

Im vergangenen Jahr riss der Konzernumbau allerdings tiefe Löcher in die Bilanz des größten deutschen Kreditinstitutes. Unter dem Strich stand ein Minus von rund 5,7 Milliarden Euro nach einem Verlust von 52 Millionen Euro ein Jahr zuvor, wie das Institut mitteilte. Experten hatten im Schnitt nach allen Aufwendungen mit einem den Aktionären zurechenbaren Verlust von etwas mehr als fünf Milliarden Euro gerechnet.

Trotz des hohen Verlustes kommentierte Daniele Brupbacher von der Bank UBS die Zahlen positiv. "Die Einnahmen waren etwas besser als erwartet und die operativen Kosten decken sich mit den Schätzungen", schrieb der Analyst. Profitiert habe das Institut im Schlussquartal 2019 vom Zins- und Anleihengeschäft. Zuversichtlich stimme ihn ferner die über den Erwartungen liegende Kernkapitalquote.

Das macht die Aktie der Deutschen Bank

Die Aktie der Deutschen Bank ist in der Coronakrise ordentlich unter die Räder gekommen. Seit dem Hoch im Februar hat sie über die Hälfte ihres Wertes verloren. Seit dieser Woche geht es jedoch wieder langsam Aufwärts – auch am heutigen Freitag. Das DAX-Papier zieht im frühen Handel rund drei Prozent an und notierte zuletzt auf 5,77 Euro.

Mit Material von dpaAFX.
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