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Deutsche Börse: Analysten bleiben nach den Zahlen optimistisch

| Quelle: finanztreff | Lesedauer etwa 3 min. | Text vorlesen Stop Pause Fortsetzen

Die Deutsche Börse hat im dritten Quartal wegen der ruhigeren Lage an den Finanzmärkten und den anhaltend niedrigen Zinsen weniger umgesetzt und verdient. Die Nettoerlöse seien in den Monaten Juli bis September um knapp vier Prozent auf 707,5 Millionen Euro gefallen, teilte der Frankfurter Börsenbetreiber am Mittwochabend nach Xetra-Handelsschluss mit.

Der um Sondereffekte bereinigte Gewinn vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Ebitda) habe 431 Millionen Euro betragen - das sind sieben Prozent weniger als vor einem Jahr. Damit gingen die Erlöse etwas stärker zurück, als Experten erwartet hatten. Das operative Ergebnis war dagegen etwas höher als von Analysten im Schnitt prognostiziert.

Die Erlöse des Handelsplatzes für Terminkontrakte gingen um neun Prozent auf 232 Millionen Euro zurück. Das operative Ergebnis der Sparte brach fast um ein Fünftel auf knapp 149 Millionen Euro ein. Neben dem ruhigeren Handel in den drei Monaten bis Ende September drückten auch die anhaltend niedrigen Zinsen auf das Ergebnis. 

Diese belasteten vor allem die Erträge und den Gewinn in der Sparte Clearstream, die ihr Geld mit der Abwicklung von Transaktionen und der Aufbewahrung von Wertpapieren verdient. In der zweitgrößten Konzernsparte gingen Erträge und das operative Ergebnis ebenfalls deutlich zurück.

Das konnte die Deutsche Börse -0,04% auch nicht durch Zuwächse im Aktienhandel oder mit Dienstleistungen für Investmentfonds ausgleichen. Unter dem Strich ging der Gewinn um neun Prozent auf 227 Millionen Euro zurück. 

Bereinigt um Sonderposten wie Aufwendungen für den Konzernumbau sei der Überschuss um elf Prozent auf knapp 253 Millionen Euro gefallen. Bei diesem Wert rechnet der Konzern weiter mit einem Anstieg auf rund 1,2 (2019: 1,1) Milliarden Euro - sofern sich die Aktivität an den Märkten im vierten Quartal wieder etwas erhöht. 

Hier dürften der Börse die zuletzt wieder gestiegene Unsicherheit an den Finanzmärkten, die vor allem auf eine sich in den vergangenen Wochen wieder stark verschärfte Corona-Krise zurückzuführen ist, in die Karten spielen. So sackte der Dax alleine am Mittwoch um mehr als vier Prozent ab und schloss erstmals seit Juni unter der Marke von 12.000 Punkten. Seit dem Zwischenhoch im September büßte der Dax inzwischen fast 2.000 Punkte oder rund 14 Prozent ein.

Das sagen die Analysten 

Die US-Bank JPMorgan hat die Einstufung für Deutsche Börse nach Quartalszahlen auf "Overweight" mit einem Kursziel von 170 Euro belassen. Negative zyklische Einflüsse habe der Börsenbetreiber mit niedrigeren Kosten ausgeglichen, schrieb Analyst Gurjit Kambo in einer am Donnerstag vorliegenden Studie. 

Der Analyst Martin Price vom Analysehaus Jefferies hat seine Einschätzung für Deutsche Börse nach Quartalszahlen mit "Buy" mit einem Kursziel von 167 Euro beibehalten. Der bereinigte Gewinn je Aktie liege um circa drei Prozent über der Markterwartung, schrieb Price in einer am Donnerstag vorliegenden Studie. Die Nettoerträge habe diese hingegen leicht verfehlt. Alles in allem habe sich der Börsenbetreiber im dritten Quartal widerstandsfähig gezeigt. Auf dem Investorentag im November dürfte es Neues zu den mittelfristigen Zielen, zur Verwendung des Kapitals und zu Fusionen und Übernahmen geben

Das macht die Aktie der Deutschen Börse

Der Kurs der Deutschen-Börse-Aktie -0,04% sackte seit dem Rekordhoch im Juli von etwas mehr als 170 Euro bis zum Xetra-Schluss am Mittwoch um fast ein Viertel auf 129,95 Euro ab. Am Donnerstag legen die Papiere jedoch leicht zu. 

Zwölf-Monats-Chart Deutsche Börse in Euro
Mit Material von dpa-AFX.
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