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Deutsche Post: Bester Jahresstart aller Zeiten

| Quelle: finanztreff | Lesedauer etwa 3 min. | Text vorlesen Stop Pause Fortsetzen

Die Deutsche Post macht im neuen Jahr da weiter, wo sie 2020 aufgehört hat. Sie profitiert weiter vom boomenden Online-Handel, das Management blickt optimistisch in die Zukunft. Gleichzeitig erklimmt der Aktienkurs weiter einen Rekord nach dem andren, aber der ein oder andere Analyst rät trotzdem zur Vorsicht. 

Es war das stärkste Auftaktquartal aller Zeiten: Die Deutsche Post ist so gut wie noch nie in das neue Jahr gestartet. Treiber ist weiterhin der Online-Handel, der der Post schon die vergangenen Monaten in die Hände gespielt hat. Die Corona-Krise, die anfangs viele Unsicherheiten mit sich gebracht hatte, hat der Post 2020 letztendlich ein Rekordjahr beschwert.

Exorbitantes Gewinnwachstum

Im ersten Quartal 2021 konnte der Logistikriese vorläufigen Zahlen zufolge das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (Ebit) mit rund 1,9 Milliarden Euro im Vorjahresvergleich mehr als verdreifachen. Ein Jahr zuvor - in dem Quartal, in dem die Corona-Pandemie eskalierte und den Welthandel durcheinanderbrachte - standen hier 592 Millionen Euro. Der freie Barmittelzufluss lag bei rund einer Milliarde Euro, ein Jahr zuvor lag er bei minus 409 Millionen Euro - es floss also Geld aus dem Konzern ab. Die endgültigen Zahlen für das erste Quartal und einen detaillierten Ausblick auf das laufende Jahr will die Deutsche Post wie geplant am 5. Mai veröffentlichen.

Prognose angehoben

Jetzt will Post-Chef Frank Appel noch höher hinaus: "Der Welthandel erholt sich weiter und die Verteilung von Impfstoffen läuft auf Hochtouren, das stimmt mich sehr optimistisch für den Rest des Jahres und darüber hinaus", sagte er Anfang April, als er gleichzeitig mit den Zahlen für das erste Quartal ankündigte, die Prognose für 2021 zu erhöhen. Beim Gewinn vor Steuern und Zinsen (Ebit) erwartet der Konzern im laufenden Jahr jetzt "deutlich" über 5,6 Milliarden Euro. Bisher sollte er lediglich über dem Wert liegen. Der freie Barmittelzufluss soll "deutlich über" 2,3 Milliarden Euro liegen statt bei rund 2,3 Milliarden Euro.

Das sagen die Analysten 

Besonders viel traut die US-Bank JPMorgan der Aktie Gelb zu: Sie hat das Kursziel im April auf 68,47 Euro angehoben. Unter allen Aktien aus der Logistikbranche böten die Papiere der Deutschen Post vielleicht das beste Risiko-Rendite-Verhältnis, schrieb Analyst Samuel Bland. Die Erwartungen für den operativen Gewinn (Ebit) dürften deutlich steigen, während das Unternehmen an seinen Investitionszielen für dieses Jahr festhalte.

Auch Goldman Sachs hat hohe Erwartungen: In Reaktion auf die starken Eckdaten des Logistikkonzerns habe er seine Ergebnisprognose (Ebit) für das Gesamtjahr 2021 von sechs auf sieben Milliarden Euro erhöht, schrieb Analyst Patrick Creuset. Sein Kursziel liegt bei 64 Euro. Auch das wäre immer noch ein Aufschlag von mehr als 30 Prozent zum aktuellen Kurs. 

Sehr zurückhaltend ist dagegen die Baader Bank mit nur 45 Euro: Angetrieben würden die Gewinne vom elektronischen Handel, so der Analyst Christian Obst. Es bestehe allerdings auch das Risiko, dass die Dynamik nachlasse. In das gleiche Horn bläst das Analysehaus Warburg Research: Die Post profitiere von längerfristigen Wachstumstreibern, wenngleich der Schwung in den kommenden Quartalen ein wenig nachlassen sollte. 

Das macht die Post-Aktie

Am Montagmorgen notierten die Post-Papiere -1,03% zeitweise 1,2 Prozent fester bei 49,53 Euro. Damit schwingen sich die Aktien der Deutschen Post weiter von Rekord zu Rekord - zuletzt nach der erneuten Erhöhung der Prognose bis auf 49,75 Euro in der vergangenen Woche. Seit Jahresbeginn hat der Kurs um mehr als ein Fünftel zugelegt - die Papiere liegen damit im bisherigen Jahresverlauf auf dem fünften Platz im Dax +0,65%. Die Post kommt nach der jüngsten Rally derzeit auf eine Marktkapitalisierung von mehr als 60 Milliarden Euro.

Sechs-Monats-Chart Deutsche Post (in Euro)
Mit Material von dpa-AFX.
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