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Deutsche Post: Darum kann die Aktie nicht performen

| Quelle: finanztreff | Lesedauer etwa 3 min. | Text vorlesen Stop Pause Fortsetzen

Die Deutsche Post muss sich aktuell mit drei Problemen herumschlagen. Die Gewinnziele für 2020 rücken daher in weite Ferne – wie auch das Allzeithoch der Post-Aktie.

Der DAX-Konzern musste den Steetscooter einstellen, die gerade erst erhöhten Preise für Pakete zurücknehmen und die Viruskrise belastet ebenfalls.

Screetscooter-Aus kostet Millionen

Die Deutsche Post wirft das Handtuch und stellt die Suche nach einem Investor und bald auch die Produktion des Streetscooters ein. In diesem Jahr rollt der letzte Elektrotransporter vom Band. Die Konzerntochter wird damit zu einem reinen Betreiber der Bestandsflotte. Die Einstellung des Streetscooters wird den Konzern 2020 voraussichtlich 300 bis 400 Millionen Euro kosten.

Post-Chef Frank Appel hatte zwar immer betont, dass die Post langfristig kein Autobauer sein will, dennoch kam das Aus recht plötzlich. Denn obwohl der Streetscooter nie aus den roten Zahlen herauskam, schien das Management dies lange gelassen zu sehen. Im abgelaufenen Jahr lag der Verlust der Tochtergesellschaft bei 100 Millionen Euro.

Coronavirus belastet

Und der Streetscooter ist nicht der einzige negative Effekt in diesem Jahr. Auch das neuartige Coronavirus wirkt sich bereits jetzt auf das Ergebnis der Facht- und der Expresssparte aus. Mitte Februar teilte die Post mit, dass sie keine Pakete mehr nach China, Hongkong und Macao annimmt. Die Auswirkungen der Corona-Krise führten allein im Februar zu einem Abschlag von 60 bis 70 Millionen Euro beim Ebit.

Höhere Paketpreise – Fehlanzeige

Den Rückwärtsgang musste Appel zuletzt auch bei den Paketpreisen einlegen. Nach einer Preiserhöhung hatte die Bundesnetzagentur ein Verfahren eröffnet, weil sie die neuen Porti für zu hoch hielt. Um Zeit und Kosten zu sparen, senkt der gelbe Riese die Preise deshalb freiwillig wieder zum 1. Mai.

Gewinnziele 2020 unerreichbar

Das alles macht der Post bei ihrem 5-Milliarden-Ebit-Ziel für das laufende Geschäftsjahr einen Strich durch die Rechnung: Diese Marke sei laut Geschäftsführung nur noch zu erreichen, wenn man die Folgen der Coronavirus-Epidemie und die Sonderbelastungen beim Streetscooter herausrechne.

Das macht die Aktie

Nach einem kräftigen Kursanstieg 2019 ist die Aktie der Deutschen Post -0,11% seit dem Jahreswechsel wieder günstiger geworden. Sie verlor in diesem Zeitraum mehr als ein Fünftel an Wert und rutschte Anfang der Woche auf den tiefsten Stand innerhalb eines Jahres.

Nach einem erneuten Kursverlust von 3,8 Prozent lag der Preis für eine Aktie der Deutschen Post zuletzt bei rund 24,92 Euro. Im Dezember war das Papier noch 35 Euro wert. Ihren bisherigen Höchstwert hatte die Aktie Ende 2017 erreicht – damals kostete das Papier 41,36 Euro.


Mit Material von dpaAFX.
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