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Deutsche Post: Konzernchef geht 2023 – die Details

| Quelle: finanztreff | Lesedauer etwa 2 min. | Text vorlesen Stop Pause Fortsetzen

Die Deutsche Post bekommt einen neuen Chef. Der bisherige Vorstandsvorsitzende Frank Appel soll im Mai 2023 vom bisherigen Post & Paket-Deutschlandchef Tobias Meyer abgelöst werden, wie das DAX-Unternehmen -3,80% am Mittwoch nach einer Sitzung des Aufsichtsrats mitteilte. Wie aus informierten Kreisen verlautete, strebt der 60-jährige Appel den Vorsitz des Aufsichtsrats bei der Deutschen Telekom an, dieses Mandat könnte er im Frühjahr nächsten Jahres bekommen.

Frank Appel kam 2008 auf den Chefposten bei der Post, so lang ist kaum ein anderer Vorstandsvorsitzender eines Dax-Konzerns im Amt – nur Joachim Kreuzburg vom Laborausrüster Sartorius -3,06% ist schon seit 2005 in der Funktion. Unter Appels Regie wuchs der Konzern kräftig. Zuletzt hob das Unternehmen mehrfach nacheinander die Gewinnprognose an. Der Boom im Online-Handel und zuletzt die Folgen der Corona-Pandemie sorgten für einen starken Nachfrageanstieg bei Paketen. Das Briefgeschäft schrumpft zwar wegen der Digitalisierung, ist aber ebenfalls profitabel.

Nachfolger bereits bekannt

Appels designierter Nachfolger Tobias Meyer ist seit 2013 im Konzern, davor war er zwölf Jahre bei McKinsey – bei dieser Unternehmensberatung war der Noch-Vorstandsboss Appel ebenfalls vor seiner Post-Karriere. Der Aufsichtsratschef der Post, Nikolaus von Bomhard, nannte den designierten Vorstandsvorsitzenden Meyer einen "ausgewiesenen Kenner des Konzerns". "Er ist die ideale Besetzung, um den eingeschlagenen Kurs erfolgreich weiterzuführen."

Ursprünglich lief Appels Vertrag bis Herbst 2022. Nun wird dieser Vertrag um ein halbes Jahr verlängert, und zwar bis zur Hauptversammlung im Mai 2023. Dann soll Appel den Staffelstab an Meyer übergeben. "Nach reiflicher Überlegung habe ich mich entschieden, mich nicht mehr für eine weitere volle Amtszeit zur Verfügung zu stellen", sagte Appel. Mit Meyer übernehme "ein Top-Manager und großartiger Kollege": "Ich könnte mir keinen besseren Nachfolger vorstellen."

Das macht die Aktie der Deutschen Post

An der Börse hielt sich die Euphorie über den Chefwechsel dagegen in Grenzen: Nachdem die Aktie der Deutschen Post -2,30% am Mittwochmorgen um die Nulllinie pendelte, rutschten die Papiere am Nachmittag weiter in die Verlustzone. Zuletzt stand ein Minus von 0,7 Prozent auf 54,56 Euro zu Buche. Im bisherigen Jahresverlauf legte die Aktie jedoch um 34 Prozent zu. 

Sechs-Monats-Chart Deutsche Post (in Euro)
Mit Material von dpa-AFX.
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