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Deutsche Post: Wichtige Themen im Blick

| Quelle: finanztreff | Lesedauer etwa 3 min. | Text vorlesen Stop Pause Fortsetzen

Auf einer Online-Konferenz vor Wirtschafsjournalisten äußert sich Deutsche-Post-Chef Frank Appel zu wichtigen Themen wie Corona-Krise, Amazon, Streetscooter und Briefporto.

Die Deutsche Post kommt nach eigenen Angaben "extrem stabil" durch die Corona-Krise. Eine neue Prognose traut sich Konzernchef Frank Appel allerdings noch nicht zu. "Momentan ist die Volatilität noch enorm. Deswegen haben wir uns entschieden, noch keine neue Prognose zu geben", erklärte Appel bei einer Online-Konferenz vor Wirtschaftsjournalisten am Mittwochabend.

Die Post hatte ihr Gewinnziel für 2020 wegen der Ausbreitung des Corona-Pandemie Ende Februar unter Vorbehalt gestellt und es Anfang April wie viele andere Konzerne ganz kassiert.

Allerdings betonte Appel am Mittwoch, dass die weltweiten Lieferketten nie zusammengebrochen seien. "Wir haben nicht einen Tag nicht operiert in der Welt." Nur wenige Stationen der Deutschen Post DHL seien geschlossen gewesen. Es gebe angesichts der Krise zwar einen weltweiten Einbruch der Konsumentennachfrage – so etwas habe es global noch nie gegeben – die Preise für Luftfracht seien hingegen enorm gestiegen.

Profitieren konnte die Post in der Krise allerdings von einem regelrechten Paketboom. Die Zahlen erreichten plötzlich ähnliche Höhen wie in der Vorweihnachtszeit. Die Post sieht auch im zweiten Halbjahr weiter deutliches Wachstum bei den Paketen. Der Anstieg habe sich aber inzwischen etwas abgeschwächt, sagte Appel.

Abhängigkeit von Amazon gesunken

Ebenfalls positiv: Die Post wird laut Appel unabhängiger vom Online-Riesen Amazon: Der Anteil, den der Onlinehändler als Kunde ausmache, sinke, weil Amazon immer mehr Pakete selbst zustelle und das Geschäft der Post mit anderen Kunden stärker wachse. Weltweit stehe Amazon für zwei Prozent des Umsatzes der Post.

Vom Streetscooter weiter überzeugt

Vom Streetscooter ist der Deutsche-Post-Chef nach wie vor überzeugt: "In der Tat ist der Streetscooter immer noch das beste Fahrzeug am Markt." Künftig werde der Konzern mit anderen Partnern zusammenarbeiten müssen, um die Flotte weiter auszubauen. Im vergangenen Jahr hatte die Post mit dem Streetscooter rund 100 Millionen Euro Verlust verbucht. In diesem Jahr belastet der Stopp die Bilanz wohl noch einmal mit 300 bis 400 Millionen Euro.

Der Zeitpunkt das Projekt zu stoppen, sei allerdings der richtige gewesen. "Weil wir die Autos ja jetzt am Markt gar nicht verkaufen könnten so einfach", erklärte Appel mit Blick auf die Corona-Krise,

Erhöhung des Briefportos verteidigt

Abschließend hat Appel die Höhe des Briefportos verteidigt. Weil das Bundesverfassungsgericht eine ältere Preiserhöhung im Mai für rechtswidrig erklärt hatte, könnte diese Entscheidung laut Bundesnetzagentur auch Auswirkungen auf das aktuelle Porto haben.

Appel verweist auf Preise in anderen europäischen Ländern, die rund 32 höher seien als in Deutschland. Er gibt sich gelassen: Das Gericht habe sich nicht zur Höhe des Portos geäußert, sondern nur zum Verfahren. Konkret gehe es darum, mit welcher Begründung die Portoerhöhungen genehmigt wurden.

Mit Material von dpaAFX.
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