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Deutsche Telekom: Ausblick der US-Tochter beflügelt T-Aktie

| Quelle: finanztreff | Lesedauer etwa 2 min. | Text vorlesen Stop Pause Fortsetzen

Die amerikanische Telekom-Tochter T-Mobile US -0,03% erwartet nach einem starken ersten Quartal in diesem Jahr mehr operativen Gewinn und mehr neue Kunden als bisher. In den drei Monaten bis Ende März kamen unter dem Strich 773.000 neue der besonders wichtigen Telefonverträge hinzu, deutlich mehr als von Analysten erwartet. 

Zudem rechnet T-Mobile-Chef Mike Sievert mit höheren Einsparungen im Tagesgeschäft aus der Übernahme des kleineren Rivalen Sprint vor gut einem Jahr. 

USA geben den Ton an

Die USA sind mittlerweile der mit Abstand größte Markt der Telekom. Und die Chancen für mehr Zuversicht auch beim Dax-Konzern stehen mit den Zahlen der Tochter aus Bellevue (US-Bundesstaat Washington) vom Dienstagabend besser: Im Gesamtjahr will T-Mobile US nun die Zahl der Kundenverträge insgesamt - also einschließlich Datenanschlüssen von Tablets und anderen Geräten - um 4,4 bis 4,9 Millionen steigern. Bisher standen 4 bis 4,7 Millionen im Plan. Im ersten Quartal waren es bereits 1,2 Millionen zusätzliche Verträge nach dieser Zählweise. Häufig erhöht der Bonner Mutterkonzern ebenfalls den eigenen Ausblick, wenn die US-Amerikaner vorgelegt haben. 

Milliardeneinsparungen dank Sprint-Fusion

Das um Sondereffekte und Leasingerlöse bereinigte Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen soll 2021 zwischen 22,8 und 23,2 Milliarden US-Dollar landen. Das sind etwas mehr als bisher mit 22,6 bis 23,1 Milliarden veranschlagt. Dazu trägt auch bei, dass die Zusammenlegung mit Sprint die laufenden Kosten schneller senken soll als gedacht, für dieses Jahr hat US-Chef Sievert nun bis zu 3,1 Milliarden Dollar Einsparungen auf dem Zettel und damit rund 100 Millionen mehr als bisher. T-Mobile hatte vor einigen Wochen bereits das langfristige Ziel für die Synergien deutlich von 6 Milliarden Dollar auf 7,5 Milliarden jährlich hochgeschraubt.

Unter dem Strich macht sich die vor gut einem Jahr nach jahrelanger Zitterpartie vollzogene Fusion mit Sprint aber eher noch mit den dafür anfallenden Extrakosten bemerkbar. Obwohl wegen des Zusammenschlusses mit Sprint der Umsatz im Jahresvergleich im ersten Quartal um 78 Prozent auf 19,8 Milliarden Dollar in die Höhe schoss, stand beim Nettogewinn ein Rückgang um 2 Prozent auf 933 Millionen Dollar zu Buche. T-Mobile begründete das mit höheren Ausgaben infolge der Übernahme.

Das macht die Telekom-Aktie

Während die T-Mobile-Aktie bereits am Dienstagabend im nachbörslich US-Handel leicht zulegte, zogen die Papiere der Deutschen Telekom -0,23% am Mittwochnachmittag mit einem Plus von 1,6 Prozent auf 16,35 Euro nach. 

Sechs-Monats-Chart Deutsche Telekom (in Euro)
Mit Material von dpa-AFX.
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