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Deutsche Telekom: Keine Panik nach der Hauptversammlung

| Quelle: finanztreff | Lesedauer etwa 2 min. | Text vorlesen Stop Pause Fortsetzen

Nach der Hauptversammlung am Freitag geht es für die Aktie der Deutschen Telekom am Montag deutlich bergab. Doch keine Panik – die Aktie wird nur ex-Dividende gehandelt.

Da die Telekom im Gegensatz zu vielen anderen Unternehmen ihre Dividende im Rahmen der Corona-Krise nicht zusammengestrichen hat, hat es der Abschlag durchaus in sich. 60 Cent je Aktie erhalten Anleger, das entspricht auf Basis des Schlusskurses vom Freitag einer Rendite von 3,9 Prozent.

Fokus auf den Netzausbau

Neben der Dividende war der Netzausbau ein wichtiges Thema auf der Hauptversammlung. Um beim Netzausbau schneller voranzukommen, hat Telekom-Chef Tim Höttges einen Abbau von Bürokratie und Regulierung gefordert. "Wir sind ein völlig überbürokratisiertes Land", sagte Höttges. Bei der anstehenden Neuauflage des Telekommunikationsgesetzes müssten klare Anreize für den Netzausbau geschaffen werden, außerdem müssten Genehmigungsverfahren deutlich vereinfacht werden.

Neben der Schließung von Funklöchern und der Verlegung von Glasfaserkabeln fokussiert sich die Telekom beim Ausbau stark auf den superschnellen 5G-Standard. Bis Juli will das Unternehmen 40 Millionen Menschen mit 5G versorgen. 12.000 Antennen seien bereits aufgestellt, betonte Höttges.

Gespräche mit der Softbank

Höttges bestätigte zudem, dass die Telekom Gespräche mit der Softbank über die Beteiligung an der Telekom-Tochter T-Mobile US führt. Allerdings liege noch kein Ergebnis vor. An Spekulationen werde man sich deshalb nicht beteiligen. Die Softbank habe aber einen erhöhten Liquiditätsbedarf.

Am Markt wird spekuliert, dass die Telekom die eigene Beteiligung von rund 43 Prozent an der neuen T-Mobile US aufstocken könnte, falls die Softbank verkauft. Die Softbank darf die Beteiligung aufgrund der Haltefristen im Rahmen der Sprint-Fusion nur mit Zustimmung der Telekom verkaufen. Der DAX-Konzern hat zwar bereits einen hohen Schuldenberg – doch mit einer höheren T-Mobile-Beteiligung könnte der Konzern noch stärker vom schnell wachsenden Barmittelzufluss der Tochter profitieren.

Prognose bestätigt

Die wirtschaftlichen Auswirkungen der Corona-Pandemie sind für die Telekom zwar spürbar, halten sich jedoch in Grenzen, weshalb das Management auf der Hauptversammlung seine Vor-Krise-Prognose bestätigte. "Wir sind unterproportional betroffen, aber natürlich gibt es Effekte im Markt", sagte Finanzvorstand Christian Illek. So habe es etwa massive Einbußen beim Roaming gegeben, da Menschen kaum noch gereist seien. Dafür waren Festnetz, Internet und mobile Telefonie verstärkt gefragt.

Das macht die Aktie der Deutschen Telekom

Nimmt man den Dividendenabschlag heraus, würde die Aktie der Deutschen Telekom +0,52% heute am vorderen Ende des DAX stehen. Wichtige Chartmarken bleiben intakt und auch die 200-Tage-Linie ist durch den Abschlag nicht in Gefahr.


Mit Material von dpaAFX.
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