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Deutsche Wohnen: DAX-Aufsteiger trotzt der Corona-Krise

| Quelle: finanztreff | Lesedauer etwa 2 min. | Text vorlesen Stop Pause Fortsetzen

Deutsche Wohnen bekommt die Corona-Pandemie kaum zu spüren. Auch in Zeiten der Krise sprudeln die Mieteinnahmen – und es gelingt sogar der Aufstieg in den DAX. Anleger honorieren diese Performance und heben die Aktie auf ein neues Allzeithoch.

"Weder auf der Wohn- noch auf der gewerblichen Seite haben wir bislang signifikante Mietausfälle", sagte Unternehmenschef Michael Zahn am Freitag bei der Online-Hauptversammlung. Für eine Bilanz sei es noch zu früh, sagte Zahn im Hinblick auf mögliche Mietausfälle. Das Management des Unternehmens könne noch nicht abschätzen, wie sich die wirtschaftliche Situation seiner Mieter in absehbarer Zeit entwickeln werde.

Es zeichne sich aber schon jetzt ab, dass dies wirtschaftlich zu bewältigen und der Fonds mit ausreichend finanziellen Mitteln ausgestattet sei. Deutsche Wohnen hatte einen Hilfsfonds in Höhe von 30 Millionen Euro aufgesetzt, mit dem das Unternehmen eigene Mieter im Rahmen der Corona-Krise in Härtefällen schnell finanziell helfen will.

Der Fonds soll wie bereits bekannt mit einem Teil des Gewinns vom vergangenen Jahr finanziert werden. "Dadurch ergibt sich eine einmalige Reduktion der Ausschüttungsquote um 5 Prozent auf rund 60 Prozent", erläuterte Zahn. Dennoch liege die Dividende damit über dem Vorjahreswert. Das Management will die Dividende für 2019 von 87 auf 90 Cent je Aktie erhöhen.

Das Gewinnziel für das laufende Jahr bestätigte Finanzchef Philip Grosse. Im laufenden Jahr erwartet der Konkurrent von Vonovia +0,21%, LEG -0,44% Immobilien und TAG Immobilien -1,24% aufgrund des erst kürzlich in Kraft getretenen Mietendeckels in Berlin weiterhin einen operativen Gewinn etwa auf dem Niveau des Vorjahres.

2019 legte der operative Gewinn (Funds from Operations 1, kurz FFO1) vor allem dank gestiegener Mieten im Jahresvergleich noch um knapp 12 Prozent auf 538 Millionen Euro zu. Im ersten Quartal ging dieses Ergebnis allerdings aufgrund geringerer Erlöse durch verkaufte Wohnungen und gleichzeitig höheren Verwaltungskosten um rund vier Prozent auf knapp 141 Millionen Euro zurück.

Das macht die Aktie von Deutsche Wohnen

Die Aktien von Deutsche Wohnen -0,87% waren aber nicht wegen nur wegen der Aussagen auf der Hauptversammlung gefragt – sondern vor allem wegen des baldigen Aufstiegs in den DAX. Vorbörslich ging es für die Immo-Aktien zeitweise auf 45,58 Euro hoch, was ein neues Allzeithoch bedeutete. Zuletzt haben sich die Kursgewinne jedoch wieder abgeflacht und Deutsche Wohnen notieren nur noch 1,3 Prozent im Plus bei 43,03 Euro.

Mit Material von dpaAFX.
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